Papst Franziskus

Papstgottesdienste sind kein touristisches Event

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Papst Franziskus mit Pilgern bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Mit seinem Humor und seiner Offenheit begeistert Papst Franziskus. Doch ein Gottesdienst mit dem Papst darf nach den Worten von Franziskus kein bloßes touristisches Event sein.

In der Messe gehe es stets darum, in das Mysterium Gottes einzutreten, sagte Franziskus am Montag in seiner Frühmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. „Ich bin sicher, dass ihr alle gekommen hierhergekommen seid, um in das Mysterium einzutreten; aber vielleicht sagt ja jemand: Ah, ich muss zur Messe ins Gästehaus Santa Marta gehen, weil zum Touristenausflug nach Rom gehört, den Papst in Santa Marta zu besuchen“, so Franziskus. Ein Gottesdienst sei kein touristischer Ort, sondern „Zeit und Raum Gottes“.

Franziskus, der selbst seit März im Gästehaus hinter dem Petersdom wohnt, feiert in der Kapelle von Santa Marta werktags stets eine Morgenmesse. Zu diesen Gottesdiensten kommen vatikanische Angestellte, Pilgergruppen oder sonstige Besucher. Eine Teilnahme ist nur auf besondere Einladung möglich. Auch die regulären Gäste der Unterkunft haben keinen Zutritt zu dem Gottesdienst.

Franziskus wandte sich in seiner Predigt zugleich dagegen, Gottesdienste rein soziologisch als eine Versammlung von Gläubigen zum Gebet zu verstehen. Die Liturgie sei kein „sozialer Akt“. In der Liturgie sei Gott gegenwärtig. Seine Präsenz sei in der Messe „real“, hob der Papst hervor. Wenn sich Gläubige zum Gottesdienst versammelten, handele es sich daher nicht nur um eine „Darstellung des Letzten Abendmahls Jesu“. Die Messe werde vielmehr jeweils zum Letzten Abendmahl selbst. Sie sei eine „reale Vergegenwärtigung, das heißt eine Gotteserscheinung“, so Franziskus.

KNA

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