Getto war gestern: Pariser Norden macht sich schick

Paris - Die Vororte von Paris sind in den Köpfen vieler Touristen untrennbar mit Gewalt, sozialen Spannungen und brennenden Autos verbunden. Doch nun macht die Banlieue dem Eiffelturm und Notre Dame Konkurrenz.

Auf dem Programm eines typischen Paris-Touristen stehen: der Triumphbogen, Notre Dame, der Eiffelturm. Eher nicht auf diese Liste gehören dabei Besuche der oft ärmeren Vororte von Paris, die aber durchaus auch ihre Reize haben.  Dem Besucher wird dort ein Bild des alltäglichen Lebens im Großraum Paris vermittelt.

Die Banlieue sind in den Köpfen vieler untrennbar mit Krawallen und sozialen Spannungen verbunden. Wenn es zu gewalttätigen Unruhen in Frankreich kommt, geht es hier oft los. Schuld am schlechten Ruf der Vororte sind laut Reiseführer Michel Moisan die einseitigen Nachrichtenbilder.

"Es ist wirklich schade, dass die Stadt und das Departemändert Ient so ein Image haben, mit Gewalt und Armut. Klar, da steckt schon ein bisschen Wahrheit drin, wenn man sich die Statistiken anschaut - die Armut ist hier weiter verbreitet als woanders im Großraum Paris, aber das heißt nicht, dass wir schlecht leben und dass die Leute hier alle unglücklich sind", sagt Moisan.

Ehrenamtliche Touristenführer wie Moisan wollen dieses Image jetzt verändern und zeigen die Orte von ihrer freundlichen Seite.Die Idee der alternativen Stadtführungen stammt aus New York, aber funktioniert auch in Paris bestens.

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Rubriklistenbild: © dpa

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