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Angebliche Quarantäne-Abzocke auf Bali: Behörden wollen durchgreifen – „bittere Realität“

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Blaue Strandliegen auf Bali.
Auf Bali hätten als Quarantänehotels ausgewiesene Unterkünfte von Gästen pro Zimmer und Nacht 500.000 (30 Euro) indonesische Rupien zusätzlich verlangt. (Symbolbild) © Ivan Tykhyi/Imago

Hotels auf Bali sollen Touristen mit einem fingierten Quarantäne-Aufschlag unrechtmäßig Geld abgenommen haben. Indonesien will nun gegen solche Betrügereien hart vorgehen.

Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali* sollen verschiedene Hotels und Reiseveranstalter Urlauber im Rahmen der Corona-Maßnahmen abgezockt haben.

So hätten als Quarantänehotels ausgewiesene Unterkünfte von Gästen pro Zimmer und Nacht 500.000 indonesische Rupien (30 Euro) zusätzlich verlangt und fälschlich erklärt, es handele sich um einen Quarantäne-Aufschlag, zitierten lokale Medien den Gouverneur von Bali, I Wayan Koster. Zudem hätten Reiseveranstalter von Ausländern völlig überteuerte Preise für ihre Touristenvisa verlangt.

Das Nachrichtenportal medcom.id sprach von einer „Visa- und Quarantänemafia“. Die Behörden in dem Inselstaat wollten nun hart durchgreifen, um die Schuldigen ausfindig zu machen und zu verhindern, dass sich solche Betrügereien wiederholten.

Indonesien geht gegen Abzocke von Urlaubern vor – „bittere Realität“

„Die Touristen sind so weit gereist, um eine gute Zeit zu haben, nur um dann mit einer bitteren Realität konfrontiert zu werden“, betonte Koster. Dies schade Balis Ruf erheblich. Tourismusminister Sandiaga Uno sagte dem indonesischen Sender CNBC: „Wir haben Beschwerden erhalten und werden entschlossen gegen jedes Verhalten vorgehen, das der Reputation des indonesischen Tourismus schadet.“

Zur Wiederbelebung des wichtigen Tourismussektors soll die Quarantänezeit auf Bali ab kommender Woche für Besucher von derzeit fünf Tagen auf drei Tage verkürzt werden. Dies gilt aber nur für Reisende mit dritter Impfdosis. Ab April könnte die Quarantäne nach der Einreise komplett wegfallen. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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