Reise: Orte, die Sie sich sparen können

Piccadilly Circus
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London: Am Piccadilly Circus treffen Touristengruppen zusammen, die sich gegenseitig verstohlen fragen, warum sie hier sind. Keiner weiß es.

Sommer ist Ferienzeit - Menschen sind unterwegs, um sich die Länder, Städte und ihre Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Doch viele Touristenziele sind die Mega-Flops, meint Experte Dietmar Bittrich.

Weltenbummler schwärmen oft von ihren Reisen und schaffen es mit ihren Erzählungen andere neidisch zu machen. Paris, New York oder auf den Sychellen, doch diese Traumziele sind oft alles andere als traumhaft. Mit frechem Charme räumt Autor Dietmar Bittrich bei den sogenannten Sehenswürdigkeiten auf. 

Bittrich erzählt in seinem Buch "1000 Orte, die man knicken kann" von den Orten, die sich als absolute Flops erweisen. Bittrich traut sich zu schreiben, was aufgeklärte Reisende denken, doch niemals wagen würden auszusprechen.

Diese Orte können Sie knicken

Urlaub: Diese Orte können Sie knicken

Sehenswürdigkeiten Flops Reise
Sommer ist Ferienzeit - Menschen sind unterwegs, um sich die Länder, Städte und ihre Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Doch viele Touristenziele sind die Mega-Flops, meint Autor Dietmar Bittrich in seinem Buch "1000 Orte, die man knicken kann". Sehenswürdigkeiten, die Sie sich sparen können: © dpa
Sehenswürdigkeiten Flops Reise
Griechenland - Athen: Viele Touristen zieht es hierher, natürlich nicht, um die säurezerfressenen Säulen und Friese zu betrachten, sondern um einmal, nur ein einziges Mal, blauen Himmel zu sehen und Atem zu schöpfen. Die Stadt ist von hier oben nicht zu sehen (Dunst), aber man hört sie. © dpa
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Italien - Venedig: Wer sich scheiden lassen will, sollt nach Venedig fahren. Laut italienischen Soziologen zerstreiten sich Paare nirgens so gründlich und mit so düsteren Folgen wie hier: "Das liegt an den romantischen Erwartungen". © dpa
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Ägypten: Das wichtigste Wort Ägyptens: La Schokran - Nein, danke. Wer es mantramäßig vor sich hin murmelt, gewinnt Ruhe und Kraft. © dpa
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Türkei- Kappadokien: Für die bröckeligen Reste mussten Touristen von Ankara oder Antalya den Staub Anatoliens durchqueren, gewöhnlich per Bus. Nach 500 Kilometern auf Rumpelpisten hat dann auch der Letzte kapiert, warum Kappadokiens Wohnhölen so früh wie möglich von allen guten Geistern verlassen wurde. © dpa
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England - London: Am Piccadilly Circus treffen Touristengruppen zusammen, die sich gegenseitig verstohlen fragen, warum sie hier sind. Keiner weiß es. © dpa
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Peru - Macchu Picchu: Niemand weiß genau, warum die Inkas dieses Städchen vor 500 Jahren verließen. Möglicherwiese wollte der angebetete Sonnengott partout nicht scheinen. Vielleicht kamen die Gebäude unpraktisch und die ewigen Treppen mühsam vor. © dpa
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Osterinseln: Niemand, der die Osterinseln besucht hat, gibt gern zu, dass es überflüssig war. Dafür war die Anreise einfach zu lang. © dpa
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Frankreich- Paris: Der Arc de Triomphe steht auf dem Place de l'Etoile. Dort trefffen sich Autos aus zwölf Straßen zum gemeinsamen Stop und Go. Die Schadstoffkonzentration ist sehr hoch. © dpa
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Italien - Rom: Hier herrscht eine Kombination von Verkehrslärm, Abgasen und Bildungsresten. Das Forum Romanum gehört zu den langweiligsten Denkmälern. Die Trümmerlandschaft war vor zweitausend Jahren angeblich das Zentrum der Stadt. © dpa
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Russland - St. Petersburg: Touristen wandern gewöhnlich den Newski-Prospekt entlang. Besuchen das matte Museum der Bluts- und Auferstehungskirche und die Isaakskathedrale und die Eremitage. Das war es. Der Kanonensschuss um 12 Uhr ist ein Highlight. © dpa
Sehenswürdigkeiten Flops Reise
England - Stonehenge: Das mürbe Denkmal wird als Rätsel angepriesen. Wer es sieht, ahnt allerdings, dass sich die Lösung nicht lohnt. Zur Sommersonnenwende ist viel los. Der Eintritt kostet sieben Pfund. © dpa

Das Buch ist eine amüsante Lektüre für Daheimgebliebene und Sight-Seeing Muffel.

Seine zynische Sichtweise auf Urlaubsreisen hat Bittrich auf zahlreichen Kreuzfahrten gewonnen. Als Autor war er dort Teil des Unterhaltungsprogramms.

DAS BUCH: "1000 Orte, die man knicken kann" von Dietmar Bittrich, erschienen beim Rowohlt Verlag, 8,95 Euro. Vorzügliche Ergänzung des Anti-Reiseführers ist auch das kleine Büchlein "Urlaubsreif" von Dietmar Bittrich. Unterschiedliche kurze Geschichten laufen unter dem Motto "43 tolle Reisen" (Hoffmann und Campe, 14,95 Euro).

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