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Reisesommer: Der Urlaub in Zahlen

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Reisesommer in Zahlen: So war der Urlaub

Ja, wir sind wieder da! Während die letzten Urlaubsheimkehrer noch damit beschäftigt sind, die Koffer auszupacken, die Bräune zu konservieren und die Fotos zu sichten...

...zu sichten, machen sich Marktanalysten daran, die Daten der Saison auszuwerten.

Der Reisesommer im Zahlenspiegel:

Wo wir waren

Spanien, besonders die Baleareninseln, die Türkei und Kroatien gehören zu den großen Abräumern der Sommersaison 2012. Tunesien hat nach den politischen Krisen wieder aufgeholt, Griechenland konnte vor allem im Last-Minute-Geschäft, bedingt durch die lange Schlecht-Wetter-Periode im Juli, noch punkten. Baden gingen diejenigen, die Urlaub im eigenen Land machen wollten und an Nord- und Ostsee gebucht hatten. Der Sommer da oben war, um es gelinde auszudrücken, erfrischend.

Wie lange wir weg waren

Durchschnittlich verreisen die Deutschen 12,4 Tage im Jahr. Die Länge des Urlaubs ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen.

Wie viel wir ausgegeben haben

Die Wirtschaftskrise und damit verbundene Teuerung machte auch vor den Urlaubsländern nicht halt. Vor allem Last-Minute-Bucher haben das zu spüren bekommen. Laut Untersuchung des Reiseportals Holidaycheck mussten Urlauber im August durchschnittlich 2,4 Prozent mehr für eine Reise hinblättern als noch im Vormonat, auf Mallorca und Gran Canaria sogar bis zu 7,9 Prozent mehr. Ägypten schnitt bei diesem Preisvergleich mit einer Teuerung von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat am besten ab. Tunesien-Urlaube kosteten 3,1 Prozent mehr, Griechenland-Urlaube 3,8 Prozent. Für eine zweiwöchige Fernreise gaben die Deutschen etwa 2598 Euro (Thailand) aus. In der Dominikanischen Republik lag der Preis bei 3190 Euro. Mit 56 Euro Ausgaben pro Tourist und Tag ist Polen aus deutscher Sicht das günstigste Reiseziel, mit 133 Euro pro Tag sind die USA das teuerste Reiseland. Im Schnitt geben die Deutschen 1130 Euro für eine Reise aus.

Was uns im Urlaub am wichtigsten war 

Wenn das Wetter stimmt, ist der Urlaub schon gerettet. So zumindest denkt jeder zweite Deutsche. Sonnenschein und Wärme sind ihm die wichtigsten Kriterien. Sonnenschein braucht er für die Erholung so notwendig wie eine Pflanze das Wasser. Auf Rang zwei der Skala folgt das gute Essen, das 32 Prozent der Urlauber besonders wichtig ist, auf Rang drei die Zeit mit dem oder den Liebsten (27 Prozent) und der Traumstrand (23 Prozent). Viel Ruhe wünschten sich 19 Prozent, ein gutes Hotel 17 Prozent. Seltener genannt wurde Action und Erlebnisse in der Natur (zwei Prozent), ein großer Pool (drei Prozent) und Shopping (vier Prozent).

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Was wir vermissten 

30 Prozent aller deutschen Urlauber vermissten im Ausland ihr gewohntes Umfeld, die eigenen vier Wände daheim. Jeder fünfte sehnte sich nach seinem Haustier, ebenso viele nach ihrem Computer oder nach den Freunden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Online-Anbieter Lastminute.de Ende August in Auftrag gegeben hatte. Auf der Liste der Dinge, die einem im Urlaub fehlen, stehen ferner: der heimische Garten (11 Prozent), Klamotten und Schuhe (8,6 Prozent), die Tageszeitung (5,7 Prozent) und das Fernsehprogramm (4 Prozent). Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich bei der Studie vor allem beim Tier, das nur 13 Prozent der Männer, aber 27 Prozent der Frauen im Urlaub abgeht und bei der Kleidung, die nur zwei Prozent der Männer, aber 15 Prozent der Frauen vermissten.

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Welche Bücher wir im Gepäck hatten 

Und noch so ein Vorurteil, mit dem aufgeräumt werden muss: Die Deutschen lesen nicht mehr. Von wegen! 2,2 Bücher wurden im Durchnitt während eines zweiwöchigen Urlaubs auf der Liege am Pool oder unter dem Sonnenschirm am Strand verschlungen, am liebsten Krimis (63 Prozent), gefolgt von humoristischen Geschichten und romantischen Frauenromanen.

Wie wir Grüße verschickten 

Schon lange totgesagt, hat die Postkarte allen Unkenrufen zum Trotz auch in diesem Sommer die Mail als Urlaubsgruß noch einmal weit abgehängt. Immerhin 53 Prozent aller Deutschen haben die Lieben daheim auf der bebilderten Pappe darüber informiert, wie das Wetter, das Essen, das Hotel usw. am Urlaubsort ist. 26 Prozent schickten eine SMS, 25 Prozent haben mindestens einmal mit daheim telefoniert und 17 Prozent haben eine E-Mail geschickt. Das ergab eine Umfrage von Bit-Kom, dem Bundesverband der Informationswirtschaft in Berlin. 24 Prozent verschicken überhaupt keine Urlaubsgrüße, das ist mehr als im Vorjahr, da waren es erst 16 Prozent. 44 Prozent nehmen sich im Urlaub laut Umfrage des Online-Reisebüros Ebookers übrigens bewusst eine Auszeit von sozialen Medien wie Facebook oder Twitter.

Wie zufrieden wir mit dem Essen waren 

Pizza und Pasta geht immer: Kein Problem hatten deutsche Urlauber mit dem Essen in Italien. Ganz anders sieht es dagegen bei denjenigen aus, die in Großbritannien oder in den USA in Urlaub waren. Die kulinarischen Genüsse dort findet die Mehrheit der Reisenden gewöhnungsbedürftig und auch die kulinarische Vielfalt Chinas kommt bei Touristen nicht immer gut an. Dabei trägt das Essen für 75 Prozent der Deutschen ganz wesentlich zum Gelingen des Urlaubs bei. 75 Prozent geben sogar an, danach ihren Urlaubsort auszuwählen. 61 Prozent seien fremden Gerichten gegenüber durchaus aufgeschlossen. 41 Prozent haben in der Ferne deutsches Brot vermisst, elf Prozent fehlte das deutsche Bier und sechs Prozent lechzten unter tropischer Sonne nach einer Currywurst.

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Wer uns genervt hat

Miesmacher, Besserwisser, Liegenbeleger und Büffetpiraten sind die nervigsten Mitbewohner im Hotel. Auf der Negativliste stehen aber auch bellende Hunde, schreiende Kinder, streitende Pärchen und Schnarcher, in dieser Reihenfolge. Tolerant dagegen zeigen sich die Deutschen bei der Optik ihrer Landsleute. Nur vier Prozent der Befragten stören sich an besonders spießigen oder besonders schrägen Urlaubsklamotten. Laut einer Umfrage der Reisesuchmaschine Skyscanner kommen die nervigsten Kinder im Flugzeug übrigens aus England, gefolgt von spanischem und italienischem Nachwuchs. Deutsche Kids landen auf Platz vier dieser Negativliste.

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Was uns genervt hat 

Schmutz, Schimmel und Staub im Hotel(-zimmer) steht auf der Beschwerdeliste der Deutschen heuer auf dem ersten Platz. Auf Platz zwei landete die schlechte Hotelausstattung: kaputte Steckdosen beispielsweise oder zerschlissene Matratzen. Auf Platz drei folgte der Erholungskiller Lärm: zu laute Musik, stark befahrene Straßen und Baustellen in Hotelnähe. Oft genannt wurde auch das unfreundliche Personal und ekeliges Essen. Eine Novität in diesem Jahr: Russische Gäste stehen als Störfaktor nicht mehr auf der Liste der Bad Ten. Man scheint sich arrangiert zu haben. Dafür tauchten erstmals kinderunfreundliche Hotels auf. Aber trotz der Nörgelei sind die Deutschen mehrheitlich mit ihrem Urlaub zufrieden. Mehr als 86 Prozent fühlten sich wohl und würden ihr Hotel zu jeder Zeit weiterempfehlen. Noch im Sommer 2011 war jeder sechste Urlauber enttäuscht.

Wer einem Flirt nicht abgeneigt war

Was lief flirttechnisch an lauen Sommerabenden unter Palmen ab? Nur ein bisschen schauen, anbandeln oder gleich in die Vollen gehen? Das Reiseportal Holidaycheck wollte es wissen und hat Reisende nach ihrer Rückkehr getrennt voneinander befragt. Mit erstaunlichem Ergebnis: Immerhin ein Viertel gab an, dass es einem Flirt im Urlaub 2012 trotz fester Partnerschaft nicht abgeneigt war, ein weiteres Viertel versicherte, sich auf keinen fall auf einen Flirt eingelassen zu haben. 35 Prozent beließen es bei „ein bisschen schauen“ und knapp zehn Prozent bedauerten, dass sich leider keine Gelegenheit ergeben habe.

Christine Hinkofer

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