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Golfplatz über den Wolken: Flugzeug 2050

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Golfplatz an Bord: Die Computer-Simulation zeigt die "Vitalizing Zone - Panoramic Day" der "Airbus Concept Cabin". Wenn es nach dem europäischen Flugzeugbauer Airbus geht, fliegen wir 2050 entspannt in Komfortzonen.

London - Weniger Fluglärm, umweltfreundlich und ohne "First Class": Airbus hat in einer Zukunftsstudie vorgestellt, wie es am Himmel im Jahr 2050 aussehen könnte.

Riesige Träger-Maschinen transportieren wie Mutterschiffe viele kleine Flugzeuge durch die Luft. Passagierjets fliegen nicht mehr einzeln, sondern als Schwarm wie Vögel auf „Luftautobahnen“ über den Atlantik. Aus den Wartehallen am Flughafen-Gate werden riesige Bahnsteige, an denen die Maschinen vorfahren. Und aus den Passagiermaschinen der heutigen Zeit werden mit Hilfe erneuerbarer Energien eine Art Senkrechtstarter, um Fluglärm und Spritverbrauch zu minimieren. Unter dem Motto „Klügere Himmel“ seine Visionen für den Flugverkehr der Zukunft im Jahr 2050 vorgestellt.

Airbus geht davon aus, dass in 40 Jahren intelligente Flugzeuge entwickelt sein werden. Sie sollen „selbstständig“ die beste und sparsamste Route aussuchen, die Wetterbedingungen einbeziehen. Auch der energiesparende Formationsflug nach dem Vorbild eines Vogelschwarms auf Hochfrequenz-Routen etwa über den Atlantik ist für die Airbus-Ingenieure denkbar. „Wir wissen, dass die Menschen künftig mehr fliegen wollen. Wir wissen aber auch, dass sie es nicht um jeden Preis tun wollen“, sagte Airbus-Entwicklungschef Charles Champion.

Golfplatz an Bord: So fliegen wir 2050

Airbus präsentiert Flugzeug der Zukunft
Golfplatz an Bord: Die Computer-Simulation zeigt die "Vitalizing Zone - Panoramic Day" der "Airbus Concept Cabin". Wenn es nach dem europäischen Flugzeugbauer Airbus geht, fliegen wir 2050 entspannt in Komfortzonen.  © Airbus S.A.S
Das bisherige Klassensystem von First Class, Business Class und Economy Class soll aufgelöst werden. Stattdessen soll es individuelle Sitzanordnungen geben. © Airbus S.A.S
In Revitalisierungszonen ist die Luft mit Vitaminen angereichert, in Interaktionszonen können die Passagiere hoch über den Wolken virtuell Golf spielen, © Airbus S.A.S
oder shoppen gehen und die neueste Mode in virtuellen Umkleidekabinen anprobieren. © Airbus S.A.S
Die Sitze sollen die Körperwärme der Passagiere speichern um Energie für den Kabinenbetrieb zu speichern. © Airbus S.A.S
Mit dem Konzept möchte Airbus auf die veränderten Bedürfnisse der Flugpassagiere in der Zukunft eingehen. © Airbus S.A.S
Kein Flug soll mehr als drei Stunden dauern. © Airbus S.A.S
Panoramablick: Der Rumpf ist mit einer transparenten Mebran überzogen. In 40 Jahren intelligente Flugzeuge entwickelt sein werden. Sie sollen „selbstständig“ die beste und sparsamste Route aussuchen, die Wetterbedingungen einbeziehen. © Airbus S.A.S
Sparen beim Start: Ein steiler Abflug in den Himmel soll Fluglärm reduzieren und die Umwelt schonen.  © Airbus S.A.S
Noch ist das Flugzeug eine Vision. © Airbus S.A.S

Eine Lösung des Lärm- und Abgasproblems im Umfeld von großen Flughäfen könnte assistierte Starts- und Landungen sein. Mit Hilfe von Techniken, die durch erneuerbare Energien betrieben werden, könnten Flugzeuge steil in die Luft gehievt werden - so sind sie schnell in energiesparenderen Luftschichten und ihr Lärm ist weniger lang hörbar. In Flughafen-Nähe soll erneuerbare Energie produziert werden, um den Bedarf nachhaltig und ohne zusätzlichen CO2-Fußabdruck zu decken.

Visionäre Lösungen haben sich die Airbus-Zukunftsplaner auch für die Flughäfen - bisher Nadelöhre des Luftverkehrs - einfallen lassen. Statt umständlich per Bus oder Treppe zur Maschine gebrachten Passagieren, könnten die Fluggäste künftig wie beim Zug an einem Flugsteig warten und durch mehrere Türen einsteigen. Ein weiteres Szenario sieht etwa vor, dass die Kabine mobil ist und die Passagiere schon am Flughafen auf ihrem Sitz Platz nehmen - das eigentliche Flugzeug nimmt dann die voll besetzte Kabine auf und fliegt mit ihr davon.

dpa

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