Skier leihen oder kaufen

Ab wieviel Tagen lohnt sich eine eigene Skiausrüstung?

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Wer sich im Winterurlaub Skier ausleiht, sollte sich vorher ordentlich beraten lassen.

Wer in die Berge zum Skifahren geht, braucht eine Skiausrüstung. Wintersportler müssen diese jedoch nicht gleich kaufen, sie können sie auch ausleihen. Was ist die bessere Alternative?

Wer in den Winterurlaub fährt, braucht in der Regel vor allem eines: eine Skiausrüstung. Die kann man leihen oder kaufen. Doch wann lohnt sich eigentlich was?

Ab wie viel Tagen lohnt sich eine eigene Skiausrüstung?

Wenn man im Jahr mehr als zehn Tage Ski fährt, lohne sich eigenes Material, sagt Andreas König, Sicherheitsexperte beim Deutschen Skiverband. Wer jedes Jahr eine Woche Skiurlaub mache und dann noch spontan zwei, drei Tage in die Berge fahre, sei mit einer eigenen Ausrüstung gut beraten.

Der Vorteil beim Kaufen sei, dass man sich nicht immer neu an die Ausrüstung gewöhnen müsse, erklärt König. "Ich muss mich außerdem nicht in die lange Schlange anstellen, um die Skier auszuleihen." Da gehe viel Zeit verloren. Vor allem wer zu Stoßzeiten, etwa am Samstagmorgen, eine Ausrüstung ausleihen möchte, müsse sich auf Wartezeiten einstellen. Gerade für Urlauber, die gerne mal spontan auf die Piste möchten, sei eine eigene Ausrüstung dann sinnvoll.

Leihen hingegen bietet den Vorteil, dass Wintersportler immer optimal gepflegte Skier bekommen. "Ich muss die Skier nicht transportieren, und ich muss mich nicht um die Pflege zwischen den Saisons kümmern", sagt König. Je weiter man von einer Skiregion entfernt wohnt, desto weniger Sinne mache es zu kaufen. Denn hier sei die Chance gering, mal eben spontan in die Berge zu fahren. Vor Ort gebe es wahrscheinlich außerdem kaum Fachgeschäfte, die das Material richtig pflegen können.

Auch Gelegenheitsskifahrer, die noch gar nicht wissen, ob die Sportart zu ihnen passt, sind mit ausgeliehener Ausrüstung erstmal besser beraten. Wer gerade Ski fahren lernt und jedes Jahr möglicherweise ein neues Modell braucht, leiht sich besser auch erstmal Skier.

Peter Hennekes vom Deutscher Skilehrerverband gibt zu bedenken, dass die Skier zur Person und Leistungsfähigkeit passen sollten. Wer leiht, sollte daher die Bretter auch ausprobieren. "Man sollte beim Verleih immer gucken, dass es wirklich aktuelle Modelle sind und Bindungseinstellungen korrekt durchgeführt werden", sagt Hennekes.

Wichtig sei außerdem, dass der Verleiher nachfragt, wie man fährt und was man erwartet. "Gute Beratung und guter Service sind ein Hinweis für einen guten Laden. Außerdem solle man sich nicht scheuen, die Skier zurückzubringen, wenn man nach der ersten Abfahrt merkt, dass es nicht passt. "Dann sollte man auch nicht noch mal extra bezahlen müssen."

Das sind die Trends bei der Wintersport-Mode

Viele dünne Funktionslagen statt einer dicken Jacke: Das Zwiebel-Prinzip ist aus der Wintersportmode nicht mehr wegzudenken - wie auch Völkl in seiner Produktlinie zeigt (Frau: Jacke ca. 100 Euro, Weste ca. 120 Euro, Hose ca. 170 Euro, Mann: Jacke ca. 100 Euro, Hose 170 Euro). Foto: Völkl/www.georgios-photography.com
Viele dünne Funktionslagen statt einer dicken Jacke: Das Zwiebel-Prinzip ist aus der Wintersportmode nicht mehr wegzudenken - wie auch Völkl in seiner Produktlinie zeigt (Frau: Jacke ca. 100 Euro, Weste ca. 120 Euro, Hose ca. 170 Euro, Mann: Jacke ca. 100 Euro, Hose 170 Euro). © www.georgios-photography.com
Die Vorteile von Natur- und Synthetik-Fasern kombiniert Vaude bei der Fleecejacke Lory Jacket. Die Merinowolle transportiert Feuchtigkeit nach aussen, die äußeren Polyamidfasern sind widerstandsfähig und trocknen schnell (200 Euro). Foto: Vaude/Moritz Attenberger
Die Vorteile von Natur- und Synthetik-Fasern kombiniert Vaude bei der Fleecejacke Lory Jacket. Die Merinowolle transportiert Feuchtigkeit nach aussen, die äußeren Polyamidfasern sind widerstandsfähig und trocknen schnell (200 Euro). © Moritz Attenberger
Schöffel bringt das Zip-in-Prinzip auf die Piste: Die Innenjacke lässt sich je nach Temperatur herausnehmen (Ski Jacke ab ca. 400 Euro, ZipIn-Jacke ab ca. 250 Euro, Firstlayer innen ab ca. 71 Euro). Foto: Schöffel
Schöffel bringt das Zip-in-Prinzip auf die Piste: Die Innenjacke lässt sich je nach Temperatur herausnehmen (Ski Jacke ab ca. 400 Euro, ZipIn-Jacke ab ca. 250 Euro, Firstlayer innen ab ca. 71 Euro). © Schöffel
Slim fit am Berg: Körperbetont zeigt der Hersteller Sportalm die Skimode für Damen - denn die Kleidung soll auch in der Freizeit gut tragbar sein. Foto: Sportalm
Slim fit am Berg: Körperbetont zeigt der Hersteller Sportalm die Skimode für Damen - denn die Kleidung soll auch in der Freizeit gut tragbar sein. © Sportalm
Bergauf schwitzen, bergab kalter Wind: Das Skitourengehen beeinflusst die Wintersportmode, sie orientiert sich immer mehr am funktionalen Zwiebel-System (Vorne: Jacke 170 Euro, Hose 280 Euro, Beanie 30 Euro, Hinten: Jacke 200 Euro, Hose 200 Euro, Beanie 35 Euro). Foto: Salewa
Bergauf schwitzen, bergab kalter Wind: Das Skitourengehen beeinflusst die Wintersportmode, sie orientiert sich immer mehr am funktionalen Zwiebel-System (Vorne: Jacke 170 Euro, Hose 280 Euro, Beanie 30 Euro, Hinten: Jacke 200 Euro, Hose 200 Euro, Beanie 35 Euro). © Salewa
Auch abseits der Piste modisch: Hersteller Haglöfs zeigt zum Beispiel die gefütterte Jacke Essens Mimic Jacket in Schwarz (200 Euro, mit Kapuze 240 Euro, Beanie 30 Euro). Foto: Haglöfs
Auch abseits der Piste modisch: Hersteller Haglöfs zeigt zum Beispiel die gefütterte Jacke Essens Mimic Jacket in Schwarz (200 Euro, mit Kapuze 240 Euro, Beanie 30 Euro). © Haglöfs
Skimode in dezenten Farben, die auch abseits der Piste alltagstauglich ist, zeigt auch Hersteller Burton in seiner aktuellen Kollektion (Jacke 280 Euro, Hose 260 Euro, Handschuhe 70 Euro, Beanie 45 Euro). Foto: Burton/Dean Blotto Gray
Skimode in dezenten Farben, die auch abseits der Piste alltagstauglich ist, zeigt auch Hersteller Burton in seiner aktuellen Kollektion (Jacke 280 Euro, Hose 260 Euro, Handschuhe 70 Euro, Beanie 45 Euro). © Dean Blotto Gray
Knallige Farben wird man natürlich auch weiter auf den Pisten sehen - wie hier bei Atomic (Jacke ca. 400 Euro, Hose ca. 220 Euro). Foto: Atomic/Mirja Geh
Knallige Farben wird man natürlich auch weiter auf den Pisten sehen - wie hier bei Atomic (Jacke ca. 400 Euro, Hose ca. 220 Euro). © Mirja Geh

dpa

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