Bademantel oder Kleiderbügel

Souvenirjäger im Luxushotel

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Souvenir: Manche Gäste klauen Bademäntel als Erinnerung an eine Nacht in einem Luxushotel.

Die Versuchung ist groß. Es stehen, liegen und hängen so viele kleine und große nützliche Dinge im Hotelzimmer herum, dass so mancher Gast nicht widerstehen kann...

...und am Ende des Aufenthaltes einfach einpackt. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Internet-Reiseportals Lastminute.de hat mehr als jeder zweite Deutsche schon mal etwas im Hotel geklaut: 56 Prozent gestanden ihr unehrliches Tun.

Fast keine Unterschiede gibt es dabei zwischen Männern und Frauen, allerdings ist die Ehrlichkeit sehr wohl eine Frage des Alters. Bei den 18- bis 29-Jährigen bezichtigten sich 63 Prozent des Hotelklaus, bei den 30- bis 39-Jährigen waren es sogar 66 Prozent. Jenseits der 40 Jahre lag der Anteil bei rund 50 Prozent. Und noch eine überraschende Erkenntnis: Am häufigsten stibitzten Leute mit abgeschlossenem Studium, nämlich 66 Prozent.

Die kuriosesten Fundstücke aus Hotelzimmern

Die kuriosesten Fundstücke aus Hotelzimmern 

Die beliebtesten Einstecksel sind Badeutensilien wie Seife, Shampoo und Duschgel, das von 78 Prozent schon mal wissentlich eingepackt wird – hier gibt’s den gravierendsten Geschlechterunterschied, denn dabei langen 73 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen zu. Auf Platz zwei folgen Stifte (31 Prozent), danach Handtuch (16 Prozent), Zeitungen oder Zeitschriften (16 Prozent), Hausschuhe (13 Prozent), Bademantel (drei Prozent) und Kleiderbügel (zwei Prozent).

Die Hotels drücken bei den verschwundenen Utensilien aus dem Badezimmer schon ein Auge zu, zumal die Packungen ja oft bereits angebrochen sind und nicht mehr weiter benutzt werden können und außerdem auch eine gewisse Werbewirkung haben. Streng genommen darf der zahlende Gast diese Artikel allerdings nur benutzen, nicht jedoch einstecken, sei das Hotelzimmer noch so teuer.

Top 10 Hotels mit Skandal-Potenzial

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Von Seiten der Hotelketten wird nicht gerne über dieses Thema gesprochen. In der Praxis wird der Diebstahl zwar häufig registriert, denn das Zimmermädchen muss nach der Abreise ja nur beispielsweise die Bademäntel durchzählen, doch wird meist darauf verzichtet, den Gast darauf anzusprechen oder gar anzuzeigen.

Da sich die Verluste jedoch summieren und in manchen Häusern bis zu 20 Prozent der Handtücher Monat für Monat verschwinden, reagieren die internationalen Hotelketten begeistert auf eine neue Erfindung aus den USA. Dort hat ein Unternehmen einen waschbaren Chip entwickelt, der in Handtücher, Bademäntel oder Bettlaken eingenäht werden kann und die jeweilige Position des guten Stücks verrät.

Ursprünglich sollte mit dieser Technik, über deren Details sich die Erfinder wohlweislich ausschweigen, deren Vorhandensein sie aber gerne publik machen, die Verteilung der Wäsche optimiert werden. Den Nebeneffekt der Diebstahlverhinderung nehmen sie jedoch gerne in Kauf. So konnte ein Haus in Honolulu auf Hawaii den Schwund der Pool-Handtücher von 4000 Stück pro Monat auf gerade mal 750 reduzieren und spart so über 12.000 Euro.

V. Pfau

Amnestie für Löffeldiebe

Das weltberühmte Hotel Waldorf Astoria in New York will geklaute Löffel, Handtücher und Servietten zurück – um Lücken im hauseigenen Archiv zu schließen. Reuigen Gästen würden keine Fragen gestellt, versichert das Hotel. Die Aktion läuft bis 15. September.

Mehr zum Thema:

Im Hotel vergessen: Die kuriosesten Fundstücke

Katze und Collier: Was Gäste im Hotel vergessen

Was Hotelgäste aus den Zimmern klauen

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