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Neues Verbot an spanischen Stränden: Diese Handlung könnte Sie bald 2.000 Euro kosten

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Von: Franziska Kaindl

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Ein Mann drückt seine Zigarette an einem Strand im Sand aus.
Ein neues Gesetz könnte schon bald für strengere Regeln an spanischen Stränden sorgen. © Perrogon F/Andia.fr/Imago

Ob in Barcelona, Málaga oder auf den spanischen Inselgruppen der Kanaren und Balearen: Eine Handlung soll an Stränden künftig mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Spanien ist mit seinen Inseln Mallorca* oder Teneriffa eines der beliebtesten Sommer-Urlaubsziele. Doch wer gerne am Strand eine Zigarette raucht, sollte die Schachtel zukünftig lieber in der Tasche lassen: Ein neues Gesetz soll es den Gemeinden nämlich ermöglichen, Strände zu rauchfreien Zonen zu machen. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe von bis zu 2.000 Euro, wie die britischen Medien The Times und Daily Mail berichten. Der entsprechende Gesetzesentwurf soll vom spanischen Parlament bereits verabschiedet worden sein.

Nach Petition: Rauchverbot an Spaniens Stränden

In vielen Regionen Spaniens, wie Barcelona oder den Kanarischen Inseln, gelten schon jetzt Rauchverbote an den Stränden. Mit dem neuen Gesetz haben die Gemeinden noch mehr Möglichkeiten, rauchfreie Zonen auszuweisen. Rauchverbote gibt es zwar auch in anderen Regionen Europas, wie ihn Südfrankreich oder auf Sardinien, doch mit dem neuen Gesetz könnte Spanien zum ersten Land werden, in dem Strände komplett rauchfreie Zonen sind. Die Regierung ist damit einer Petition von 283.000 Bürgern gefolgt, die ein Rauchverbot an Stränden gefordert hatten. Erst in diesem Jahr hat Spanien zudem das Rauchen in Innenräumen komplett verboten.

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Negative Auswirkungen durch Zigarettenkonsum am Strand

Im letzten Jahr hat die Pandemie dazu geführt, dass an vielen spanischen Stränden ein Rauchverbot eingeführt wurde. Auf diese Weise sollte die Ausbreitung des Coronavirus verringert werden. Doch auch wegen der Umweltverschmutzung sollen Zigaretten verbannt werden. Jährlich landen rund 4,5 Billionen gerauchte Zigaretten in der Natur, wie Wissenschaftler laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) schätzen. Die Zigarettenfilter bestehen meist aus einem Kunststoff, der in der Natur nicht abgebaut werden kann. Zudem enthalten die Stummel bis zu 7.000 giftige Chemikalien, die in die Natur entlassen werden. Bereits in 1.000 Litern Wasser hat eine einzige gerauchte Zigarette negative Auswirkungen. Mit dem Verbot sollen die Strände vor den Schadstoffen geschützt werden. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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