Faszination

Tschernobyl: Hostel für Besucher der Atomruine eröffnet

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Tschernobyl als Urlaubsort? Jetzt hat dort das erste Hostel eröffnet.

Während viele die Stadt Tschernobyl meiden, birgt die Zone für andere einen besonderen Reiz. Wer den Ort besuchen möchten, kann jetzt in einem Hostel nächtigen.

Tschernobyl - Die Ukraine hat in der nach dem Atomunfall 1986 geräumten Stadt Tschernobyl ein Hostel für Touristen eröffnet. Erste Gäste aus den USA, Neuseeland und Dänemark haben bereits in den Ein- bis Dreibettzimmern übernachtet, sagte Hostelverwalterin Swetlana Grischtschenko.

Urlaub in Tschernobyl

"Bisher haben wir 50 Plätze, aber wir planen eine Erweiterung auf 102", erklärte Grischtschenko. Für umgerechnet knapp sieben Euro pro Tag sind Dusche, Fernsehen und Internet inklusive. Für die Verpflegung gibt es in der verlassenen Stadt eine Kantine und ein Geschäft.

Übernachten in der Sperrzone: Die Stadt Tschernobyl wurde nach dem Atomunfall 1986 geräumt - jetzt gibt es dort ein neues Hostel für Besucher.

Touristen benötigen jedoch eine Erlaubnis für den Besuch der 30-Kilometer-Zone um das havarierte Atomkraftwerk. Dazu müssen sie sich an die Verwaltung der Sperrzone wenden.

Programm einer Tour durch Tschernobyl

Das typische Programm eines eintägigen Besuchs der Sperrzone sieht laut Staatlicher Agentur zur Verwaltung der Sperrzone folgendermaßen aus:

08.30-09.00 Uhr Abfahrt von Kiew

10.30-11.00 Uhr Besichtigung der Polizeistation Dytiatky und des Kontrollpunkts an der Grenze der Sperrzone, Passkontrolle, Anweisung von Strahlenschutzvorschriften und Einweisung eines Offiziers. Während der Einweisung werden Besucher in Kürze über die Ausschlusszone und die Probleme der Region informiert.

11.30-14.00 Uhr Sightseeing-Tour: Tschernobyl Stadt - Denkmal Memorial "To Those who Saved the World" - "Leliv" Checkpoint - Fahrt nach Tschernobyl durch das fast vollständig begrabene Dorf Kopachi - Rundfahrt um das Atomkraftwerk Tschernobyl - Stop in der Nähe der Aussichtsplattform "Shelter" - Besuch des Aussichtspavillons - Fahrt Geisterstadt Pripyat - Pripyat Stadtbesichtigung - Besichtigung des "Leliv"-Checkpoints - Fahrt nach Tschernobyl Stadt.

14.00 Uhr Beusch in Paryshiv und der lokalen Bevölkerung: Die so genannten "Umsiedler" sind ältere Menschen, die die Evakuierung verweigert und ihre Häuser nach der Katastrophe nicht verlassen hatten.

15.00 Uhr Sightseeing in der Stadt Tschernobyl: Gedenkstätte Wormwood Star, St. Ilya Kirche, "To Those who Saved the World"

16.00 Uhr Mittagessen in der Kantine von Tschernobyl

16.45 Uhr Abfahrt von Tschernobyl Stadt

17.00 Uhr Fahr zurück durch den Checkpoint "Dytiatky"

Rückblick

Im April 1986 explodierte bei einem Experiment Kraftwerksblock vier des sowjetischen Kernkraftwerks. Große Gebiete in der heutigen Ukraine, Weißrusslands und Russlands wurden radioaktiv verseucht. Zehntausende Menschen mussten die Region verlassen.

Wirtschaftliche Nutzung

Seit vergangenem Herbst schirmt eine mit internationaler Hilfe in Milliardenhöhe errichtete Stahlhülle die Reaktorüberreste ab. Der darunter liegende Betonsarkophag war brüchig geworden und drohte einzustürzen. Kiew arbeitet an einer wirtschaftlichen Nutzung des Gebiets. Im Juni soll ein erstes Solarkraftwerk in Betrieb gehen.

Auch interessant: Spukt es auf dieser verlassenen Insel wirklich? Entdecken Sie auch die Schönheit dieser verlassenen Hotels weltweit.

dpa/tmn/sca

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

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1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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