Waldbrände auf Mallorca

Es brennt am Urlaubsort? Was tun?

+
Spanische Behörden melden, dass die Waldbrände auf Mallorca weitgehend unter Kontrolle seien und sich die Lage deutlich entspannt hätte.

Ferien machen, wenn es am Urlaubsort brennt? Schon die Vorstellung macht vielen Angst - selbst wenn das tatsächliche Risiko gering sein sollte.

Eine gebuchte Pauschalreise lässt sich nur stornieren, wenn mit tatsächlichen Einschränkungen und Problemen zu rechnen ist.

Ist eine Urlaubsregion von Waldbränden betroffen, dürfen Reisende ihren Urlaub kostenlos stornieren. Sie sollten sich allerdings zunächst informieren, wie die Lage vor Ort ist. „Wie nahe sind die Brände an meinem Urlaubsort? Was ist für die nächsten Tage zu erwarten? Sind vielleicht schon Zufahrtsstraßen blockiert?“, nennt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover die wichtigsten Fragen. Ist abzusehen, dass der Urlaub tatsächlich beeinträchtigt wird, könne der Reisende vom gebuchten Urlaub zurücktreten. Der Veranstalter muss ihm dann den Reisepreis zurückzahlen.

Hat der Urlauber allerdings ein Hotel gebucht, das weit von den Waldbränden entfernt liegt, gilt dieses Recht nicht. „Die bloße Angst vor Waldbränden rechtfertigt noch keinen kostenlosen Rücktritt“, so Degott.

Urlauber, die sich bereits in einer Waldbrandregion aufhalten, dürfen ebenfalls ihre Reise vorzeitig abbrechen, wenn ihr Urlaubsort von Flammen bedroht ist. Sie bekommen dann allerdings nur für die Tage den Reisepreis zurückerstattet, die noch bevorstehen - nicht für die, die sie dort vor den Waldbränden bereits verbracht haben.

Meist reagiert in solchen Fällen jedoch auch der Reiseveranstalter und bringt die Urlauber aus der Gefahrenzone. Schadenersatz für vertane Urlaubsfreuden steht Touristen laut Degott nicht zu, da es sich um höhere Gewalt handelt - der Veranstalter trägt keine Verantwortung für die Beeinträchtigungen durch das Feuer. Schadenersatz gibt es nur, wenn er seine Fürsorgepflicht verletzt hat. „Das ist zum Beispiel der Fall, wenn er sagt, am Urlaubsort sei alles in Ordnung, dann fallen wegen der Brände jedoch Ausflüge aus, oder ich kann wegen des Qualms nicht mehr ins Freie“, erklärt Degott.

Auf mehreren Inseln im Mittelmeer gibt es derzeit Waldbrände. Besonders stark betroffen ist Mallorca. Am Wochenende wüteten auch Feuer auf den griechischen Urlaubsinseln Rhodos und Kreta.

Reiserecht: 20 Gründe für den Reiserücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Dieser verlassene Freizeitpark birgt ein düsteres Geheimnis
Dieser verlassene Freizeitpark birgt ein düsteres Geheimnis
Hotelmitarbeiterin rät: Lassen Sie nie mehr Ihre Zahnbürste im Zimmer liegen
Hotelmitarbeiterin rät: Lassen Sie nie mehr Ihre Zahnbürste im Zimmer liegen
Aus diesem Grund zeigen Piloten nicht mit dem Finger nach oben
Aus diesem Grund zeigen Piloten nicht mit dem Finger nach oben
Dieser geheime Knopf sorgt im Flugzeug für mehr Beinfreiheit
Dieser geheime Knopf sorgt im Flugzeug für mehr Beinfreiheit

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.