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Viele Osterurlauber zieht es an die Ostfriesische Küste

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Reiseverkehr zu Osterfeiertagen in Niedersachsen
Kurz vor den Festtagen werden in diesen Tagen noch einmal viele Osterurlauber an der niedersächsischen Küste und auf den Ostfriesischen Inseln erwartet. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

An der niedersächsischen Küste bereiten sich Fährbetriebe zum Osterwochenende auf einen neuen Schwung an Gästen vor. Die ersten Urlauber sind schon da und genießen den Sonnenschein am Nordseestrand - für einen Sprung ins Wasser dürfte es vielen aber noch zu kalt sein.

Norddeich/Schillig - Kurz vor den Feiertagen haben die ersten Osterurlauber am Gründonnerstag schon Erholung an der Küste und auf den Ostfriesischen Inseln gesucht. In Schillig im Wangerland etwa genossen am Strand einige Familien schon in Strandkörben die Sonnenstrahlen.

Mit dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Wochenende war schon ein größerer Schwung an Gästen in die Urlaubsorte gekommen. Zum Osterwochenende erwarteten die Fährgesellschaften an der Küste eine weitere Anreisewelle.

Frühlingshaftes Wetter zu Ostern

Das frühlingshafte, trockene Wetter locke an den Strand, sagte Friedhelm Isenberg, der zusammen mit seiner Frau Magdalena und seiner Familie aus Nordrhein-Westfalen für den Osterurlaub ins friesische Schillig gereist war. Lediglich der böige Wind erschwere das Aufstellen der Strandmuschel. Den ersten Surfern, die sich bei rund sieben Grad Wassertemperatur auf die Nordsee wagten, kam der Wind jedoch zugute.

Auch am Osterwochenende soll das sonnige Wetter Niedersachsen nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erhalten bleiben. Allerdings ziehen dann mehr Wolken durch und es wird mit 11 Grad auf den Inseln und bis zu 15 Grad im Binnenland nicht mehr ganz so warm.

Freie Betten in Hotels und Ferienwohnungen sind während der Osterferien nur noch vereinzelt verfügbar. Die Buchungslage stimmt die Touristiker besonders in Ostfriesland zufrieden. In einigen Orten liegen die Buchungszahlen sogar über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, wie die Ostfriesland Tourismus GmbH in dieser Woche nach einer Umfrage mitteilte. Demnach sind die Unterkünfte zwischen 80 und 90 Prozent ausgelastet, teils sogar noch mehr. Spontane Nordseegäste müssen nach freien Quartieren demnach etwas genauer schauen.

Einige Fährverbindungen bereits ausgebucht

Den Urlauberandrang bekommen vor allem die Fährbetriebe an der Küste zu spüren. „Die stärksten Anreisetage sind Donnerstag und Karfreitag“, sagte die Sprecherin der Reederei AG Ems in Emden, Corina Habben. Einige Fährverbindungen seien beim Autotransport zwischen Emden oder dem niederländischen Eemshaven und der Insel Borkum bereits ausgebucht. Die Reederei rät, auf weniger gebuchte Verbindungen am Morgen oder am Abend auszuweichen.

Angesichts des neuen Andrangs will die Reederei Norden-Frisia die Zahl ihrer Fährabfahrten nach Norderney verdoppeln. Am Donnerstag plante die Frisia von Norddeich aus 16 Abfahrten ein. Es zeichne sich ab, dass die Inseln auch dieses Jahr vom Trend zum Urlaub in Deutschland profitierten, sagte Fahrdienstleiter Ralf Ackermann.

Der Ausfall der Fähre „Frisia IX“ nach einem Unfall am vergangenen Sonntag wird laut der Reederei den Verkehr zu Ostern nicht beeinträchtigen. Zwei Ersatzschiffe würden nach Juist verkehren.

Verbindung nach Wangerooge gesichert

Für den Fährverkehr nach Wangerooge hat die Bahn nach der Havarie der „MS Wangerooge“ einen Ersatz gefunden: Dort bringt neben der „MS Harlingerland“ nun auch die „MS Jens Albrecht III“ Gäste von und auf die Insel. Fahrgäste, die noch für die „MS Wangerooge“ gebucht hatten, seien mittlerweile umgebucht worden, sagte ein Bahnsprecher. Die Bahn betreibt den Fährverkehr zwischen Harlesiel und Wangerooge.

Auch auf den Fernstraßen dürfte es um Ostern noch einmal voll werden: Mit viel Verkehr rechnet der Automobilclub ADAC insbesondere am Karsamstag. Angesichts des guten Wetters sei zu erwarten, dass sich auch einige Ausflügler spontan ins Auto setzen würden, sagte ADAC-Sprecherin Christine Rettig. Der Verband rät Autofahrern, bei Reisen zur Küste auf Randzeiten in den Morgen- oder Abendstunden auszuweichen. Insbesondere um den Emstunnel bei Leer und an Baustellen um Oldenburg und Bremen gebe es Staugefahr. dpa

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