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Wandern mit Siegel

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Wandern mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ © dpa

Vorbei sind die Wander-Zeiten à la Fallera im Frühtau querfeldein zu Berge. Immer öfter weisen Schilder den Weg aus. Hier finden Sie 41 zertifizierte Wege des Deutschen Wanderverbandes.

Inzwischen haben 41 Wege die strengen Kriterien der Dachorganisation der Gebirgs- und Wandervereine in Deutschland erfüllt und dürfen mit dem Gütesiegel werben. Aber wie bekommt ein Weg überhaupt dieses Zertifikat?

Ein Qualitätsweg muss folgende Kernkriterien erfüllen:

1. Naturbelassene Wege (mind. 35 % der Gesamtstrecke).

 2. Schlecht begehbare Wege (höchstens 5 % der Gesamtstrecke, max. 1500 Meter am Stück).

3. Verbunddecken (max. 20 % der Gesamtstrecke, max. 3000 Meter am Stück).

4. Auf befahrenen Straßen (max. 3 % der Gesamtstrecke, max. 300 Meter am Stück).

5. Neben befahrenen Straßen (max. 10 % der Gesamtstrecke, max. 3000 Meter am Stück).

6. Markierung (100 % der Gesamtstrecke).

7. Abwechslung.

8. Erlebnispotenziel.

 9. Intensiv genutztes Umfeld (max. 10 % der Gesamtstrecke, max. 3000 Meter am Stück).

Deutscher Wanderverband, Internet: www.wanderbares- deutschland.de.

Neun Kernkriterien müssen komplett erfüllt sein, um sich „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ nennen zu dürfen. Diese Kriterien betreffen vor allem die Beschaffenheit der Wege, den Abstand zu befahrenen Straßen, Markierungen, Abwechslungsreichtum und das Umfeld. Maximal 20 Prozent der Gesamtstrecke und höchstens 3000 Meter am Stück  dürfen auf Asphaltwegen verlaufen und dass mindestens 35 Prozent der Gesamtstrecke auf naturbelassenen Wegen führen müssen.

Wenn sich eine Region für das Zertifikat interessiere, werden zuerst vor Ort Mitarbeiter geschult, die dann die Strecke auf die Kriterien hin überprüfen. Danach kann der Antrag beim Verband gestellt werden, der anschließend überprüft, ob auch alles stimmt. Später wird der Weg außerdem immer mal wieder unangemeldet überprüft, beispielsweise wenn ein Mitarbeiter in der Nähe sei. Außerdem „haben wir 600 000 Mitglieder“, sagt Neumeyer, „die informieren uns auch“. Das ist die kritischste Jury. Drei Jahre lang gilt das Qualitätssiegel, dann muss es erneut beantragt werden. Der Aufwand scheint sich zu lohnen, sagt Erik Neumeyer: „Bis jetzt hat jeder versucht, das Zertifikat wieder zu bekommen.“

Volker Pfau

DIE QUALITÄTSWEGE ZUM WANDERN

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