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1860-Chef: "Das ist nicht akzeptabel"

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Gerhard Mayrhofer © dpa

München - Das Fehlverhalten einiger Fans drängt das sportliche Versagen der 1860-Profis im Derby beim FC Ingolstadt in den Hintergrund. Die Löwen müssen mit der nächsten Bestrafung des DFB rechnen.

Der TSV 1860 München hat die Krawallaktionen einiger seiner Fans bei der 0:2-Niederlage im Derby beim FC Ingolstadt scharf kritisiert. „Das ist nicht akzeptabel“, erklärte Präsident Gerhard Mayrhofer. Mitte der zweiten Spielhälfte waren am Freitagabend im Ingolstädter Stadion aus dem Gäste-Fanblock mehrere Feuerzeuge in den Strafraum von FCI-Torhüter Ramazan Özcan geflogen, auch Pyrotechnik war wiederholt abgebrannt worden.

Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) musste die Partie sogar für zehn Minuten unterbrechen und drohte für den Fall von weiteren Vorkommnissen mit einem Spielabbruch. „Was da passiert ist, geht gar nicht“, sagte Mayrhofer, der persönlich vor dem Münchner Fanblock zu schlichten versuchte. „Feuerzeuge, Böller und Pyrotechnik gehören nicht zum Fußball, auch wenn ich den Frust verstehen kann“, sagte Löwen-Torwart Gabor Kiraly zu den Fan-Krawallen.

Die Löwen werden einmal mehr in dieser Saison mit einer Bestrafung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) rechnen müssen. Erst zu Monatsbeginn war der Verein für unsportliches Verhalten seiner Anhänger bei drei Auswärtsspielen dieser Saison vom Sportgericht des Verbandes zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt worden. Auch da war jeweils im Münchner Zuschauerblock Pyrotechnik abgebrannt worden. Mayrhofer möchte trotz der neuerlichen Vorfälle den Dialog mit den Problemfans nicht abbrechen: „Wir werden auch weiter versuchen, den Fans nahe zu sein, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern.“

Die Wut der Anhänger hatte sich auch wegen des enttäuschenden Auftritts der Löwen-Profis in dem Derby entladen. Die Niederlage nach Toren von Philipp Hofmann (20. Minute) und Collin Quaner (88.) zerstörte wohl die letzten kleinen Aufstiegshoffnungen von 1860.

„Wir waren hierhergekommen, um drei Punkte auf dem Weg nach oben abzuholen“, resümierte Mayrhofer enttäuscht. „So kann man einfach nicht auftreten“, schimpfte Trainer Friedhelm Funkel - eine Aussage, die sowohl auf seine Mannschaft als auch einen Teil der Fans zutraf.

Mit dem Großteil der 13 734 Zuschauer im Rücken erkämpften sich die Ingolstädter mit dem ersten Sieg gegen den bayerischen Rivalen drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf. „Ich denke, dass wir den Sieg ein bisschen mehr wollten als die Löwen“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

dpa

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