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1860-Fans wüten nach Kiraly-Wechsel

Gabor Kiraly wechselte von 1860 München zum FC Fulham.
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Gabor Kiraly wechselte von 1860 München zum FC Fulham.

München - Die Fans der Löwen reagieren mit gemischten Gefühlen auf den Abgang von Kult-Keeper Gabor Kiraly. Die meisten Anhänger zeigen wenig Verständnis.

Nach über fünf Jahren hat Gabor Kiraly die Sechziger verlassen und wechselte zum Magath-Klub FC Fulham in die englische Zweite Liga. Er verlasse 1860 München mit einem lachenden und einem weinenden Auge, erklärte der Keeper. Ähnlich sehen die Fans der Löwen den Wechsel des Ungarn.

Den 38-Jährigen ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages ziehen zu lassen und noch rund 300.000 Euro Ablöse zu kassieren - "alles richtig gemacht, Poschi", meint tz-User "Avatar King_Lion". Kiraly sei langsam geworden und habe beim Abschlag rapide nachgelassen. Doch er nimmt den Sportchef der Löwen nun auch in die Pflicht: "Bitte in der kommenden Woche zwei bis drei Verstärkungen verpflichten, und die Geschichte läuft!" Auch "Langwieder Löwe" hält den Transfer für richtig. Für ihn sei Kiraly nicht "mehr als ein Durchschnittstorwart" gewesen. "Zum Schluss fast mit Hang zum Größenwahn."

Bei den meisten Nutzern herrscht dagegen Ratlosigkeit, Verwirrung und Frust. "Scho a wahnsinn, versteh grad gar nix mehr!!!", kommentiert Michael M. bei Facebook. In die gleiche Kerbe schlug Peter E.: "Danke, lieber Trainer, haste wieder einen guten Spieler abgeschossen. Ebenso ein Dank an Poschner! Willst du aufsteigen, oder weiter runter!?"

Nutzer "Avatar Freisinger" findet es schlichtweg "Wahnsinn, wie Sechzig mit verdienten Spielern umgeht. Weil der Kagelmacher wahnsinnig schlecht spielte und Kiraly der einzige war, dem das scheinbar nicht egal war, muss er den Verein verlassen. Herzlichen Glückwunsch 1860, ihr habt einen Sympathisanten verloren", schimpft er. "Ich freu mich jetzt für Ingolstadt in der 2. Liga und für Augsburg in der 1. Liga (denn da wird Sechzig wohl nie mehr landen). Der sinnloseste Totenvogel-Verein aller Zeiten. Mir tun die wahren Fans leid. Aber an die denkt im Verein scheinbar sowieso keiner."

Danke, Gabor! Bilder aus Kiralys Zeit bei den Löwen

Danke, Gabor! Bilder aus Kiralys Zeit bei den Löwen

Danke, Gabor! Keeper Gabor Kiraly verlässt 1860 München und wechselt zum FC Fulham. Sehen Sie hier Bilder seiner Zeit bei den Löwen!
Danke, Gabor! Keeper Gabor Kiraly verlässt 1860 München und wechselt zum FC Fulham. Sehen Sie hier Bilder seiner Zeit bei den Löwen! © MIS
Danke, Gabor! Keeper Gabor Kiraly verlässt 1860 München und wechselt zum FC Fulham. Sehen Sie hier Bilder seiner Zeit bei den Löwen!
In der Saison 2009/10 wechselte Kiraly vom Premier-League-Klub FC Burnley zu den Löwen, damals trainiert von Ewald Lienen. © MIS
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168 Spiele absolvierte der Ungar seither im Trikot der Weiß-Blauen. © MIS
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51 Mal spielte er in dieser Zeit zu Null. © MIS
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Doch nicht nur deswegen wurde Kiraly zum Publikumsliebling. © MIS
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Sein Markenzeichen wahrte er auch in München: die graue Jogginghose. © MIS
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Bitte lächeln! Sechs Mal - inklusiver dieser Spielzeit - erlebte Kiraly das obligatorische Fotoshooting bei den Löwen mit. © MIS
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Mit Ehefrau Zsanett pflegte Kiraly auch die bayerischen Traditionen. © MIS
Danke, Gabor! Keeper Gabor Kiraly verlässt 1860 München und wechselt zum FC Fulham. Sehen Sie hier Bilder seiner Zeit bei den Löwen!
Gabor Kiraly verlässt die Löwen mit einem weinenden und einem lachenden Auge: "Meine Vereine sind auch immer Heimat für mich gewesen. Und in den letzten fünf Jahren war ich an der Grünwalder Straße zu Hause", sagte er nach Bekanntgabe des Wechsels. © MIS
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Sein letztes Spiel im Löwen-Dress bestritt Kiraly beim 0:3 gegen RB Leipzig. Weil er mit Verteidiger Gary Kagelmacher aneinander gerät, suspendierte ihn Moniz. © MIS

Für "Hacklberg" war es auch Schwachsinn, Kiraly "wegen Zopfziehen auf die Bank zu setzen! Wenn ich da an Oliver Kahn und seine Motivationsausraster gegenüber seinen Kollegen, siehe Andi Herzog, zurückdenke, da war dies alles innerhalb des Vereins legal. Der wollte halt was erreichen", führt der tz-User aus. "Schade, dass unsere Löwen nach wie vor ein Chaosverein sind und wohl auch bleiben werden. Und so haben sie sich auch mal wieder verhalten! Eine Schande!"

"Gnutzhasi" stuft den Abgang des Ungarn auch als schade ein. "Ein Original geht, und was bleibt? Eine namen-und seelenlose Söldnertruppe", kommentiert der User. "In dem Verein stimmt mittlerweile überhaupt nichts mehr. Entscheidungen die nicht nachzuvollziehen sind, ein Präsident, der kein richtiger ist, und am traurigen Tabellenstand ist das abzulesen. Hoffentlich besinnt sich mal die Basis und kommt back to the roots. Ein echter Neuanfang wäre vermutlich die beste Lösung, wenn auch vielleicht schmerzvoll und mit Abstieg verbunden."

Bei Sechzig wolle man offenbar mit aller Gewalt keinen Erfolg mehr - das glaubt "Trauriger Löwe". "Da laufen 24 Pflaumen rum, aber einen Kult-Kiraly verkauft man für Taschengeld. Jetzt wird die Saison noch länger, noch härter!"

Einige Fans befürchten, dass der Kiraly-Wechsel mit einer finanzielle Notlage der Sechziger in Verbindung stehen könnte. "Für Peanuts verscherbelt. Den Löwen steht das Wasser wohl schon an der Stirn", kommentiert "Blau&Pleite". Nutzer "Moosacher60" flüchtet sich dagegen in den Galgenhumor. "Statt die Abwehr zu stärken, ner Nullnummer im Sturm nachgelaufen und den aktuell verdientesten Spieler im Kader verjagt. Läuft richtig gut die Saison!"

tz

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