Angreifer aus Österreich

Ist ER der neue Wunschstürmer der Löwen?

Rene Gartler
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Rene Gartler (M.) hat offenbar das Interesse der Löwen geweckt.
  • Denis Huber
    VonDenis Huber
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München - Die Planungen für die neue Saison laufen bei 1860 München auf Hochtouren. Die Löwen brauchen Verstärkung im Angriff - ein österreichischer Stürmer steht offenbar hoch im Kurs

Die Offensive der Löwen ist in dieser Saison eine einzige Baustelle. Benny Lauth, eigentlich Stürmer Nummer eins im 1860-Angriff, trifft seit Monaten das Tor nicht mehr und ist offenbar nicht mal mehr eine Option von der Bank. Yuya Osako, der vielversprechende japanische Winter-Neuzugang, hat seine Klasse zwar bewiesen, wird aber im Sommer kaum zu halten sein, wenn finanzkräftigere Vereine anklopfen. Stephan Hain wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, Nachwuchsstürmer Bobby Wood hat den Durchbruch noch nicht geschafft und Talent Mike Ott verlässt nach Saisonende die Grünwalder Straße und zieht nach Nürnberg.

Wird Poschner in Österreich fündig?

Der neu installierte Geschäftsführer Sport, Gerhard Poschner, hat also alle Hände voll zu tun. Neben einem neuen Trainer sucht er händeringend auch Verstärkung für den Löwen-Sturm. Gut möglich, dass Poschner dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte - und zwar österreichische: Das Interesse an Coach Adi Hütter, der seinen Abschied beim SV Grödig zum Saisonende bereits verkündet hat, ist kolportiert. Hütter selbst würde sich über eine Anfrage aus München freuen. Nachdem Roger Schmidt vom österreichischen Meister Red Bull Salzburg zu Bayer Leverkusen wechselt, wurde Hütter auch in Salzburg hochgehandelt. Wie "nachrichten.at" berichtet, ist diese Option allerdings vom Tisch. Stattdessen soll Hütter auch ein heißer Kandidat beim SV Ried sein.

Und in Ried spielt außerdem ein torgefährlicher Stürmer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft und der ebenfalls auf dem Einkuafszettel der Löwen stehen soll, so "nachrichten.at": Rene Gartler. Der Mittelstürmer ist zwar schon 28 Jahre alt, hat seine Treffsicherheit aber in der österreichischen Bundesliga unter Beweis gestellt. In der aktuellen Saison traf Gartler in 29 Spielen 15 Mal ins gegnerische Tor, sein Marktwert beträgt laut transfermarkt.de 800.000 Euro, doch der Rechtsfuß wäre natürlich ablösefrei zu haben. Schnappt Poschner den Riedern also gleich zwei Männer weg?

1860-Trainer: Kandidaten und Fan-Wünsche

1860-Trainer-Gerüchte: Wer wird's nun?

Die Löwen suchen einen Nachfolger für Friedhelm Funkel. Wer könnte es werden? Wir beginnen mit den Top-Kandidaten. © MIS
Bruno Labbadia: Seit Sommer ist der ehemalige Stürmer ohne Job. Durch Jobs beim VfB Stuttgart, dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen bringt er viel Erfahrung mit. Allerdings möchte er eigentlich noch eine längere Auszeit nehmen. © sampics
Thorsten Fink: Beim FC Basel war er der große Held, beim Hamburger SV ist er gescheitert. Er wäre sicherlich daran interessiert, noch mal in Deutschland zu beweisen, dass er es kann. "Mich hat bisher niemand kontaktiert. Deswegen mache ich mir keine Gedanken", erklärte Fink am Donnerstag auf Nachfrage unserer Onlineredaktion. Ausschließen will er für die Zukunft nichts. "Es gibt keinen Verein auf der Welt, bei dem ich sagen würde: Den würde ich nicht trainieren", so Fink. Er ergänzt: "Ich wohne zwar in München, aber mein Ziel ist das erste Liga." © Christina Pahnke / sampics
Holger Stanislawski: Galt nach der Entlassung von Alexander Schmidt als Wunschlösung der Investorenseite. Der frühere St. Paulianer, der danach weder bei Hoffenheim noch in Köln glücklich wurde, dürfte auch diesmal in die enge Auswahl kommen. Wie Pep Guardiola vor seinem Bayern-Engagement nimmt sich der 44-Jährige gerade ein „Sabbatical“. Verbürgte Information: Stanislawski hat sich am Telefon eine Stunde lang über den TSV 1860 informiert, allerdings sei er gewarnt worden. Und: Wie Anfang Mai in der Gerüchteküche verlautete, soll er hoch im Kurs stehen. © sampics / Stefan Matzke
Heiko Vogel: Wohnt in Warngau, hat erfolgreich beim FC Basel gearbeitet (CL-Sieg über Manchester United) – und ist jetzt wie zu Beginn seiner Karriere Juniorentrainer beim FC Bayern (U 19). Für Vogel spricht, dass er bodenständig ist, als taktisch fortschrittlich gilt und gerne mit Talenten arbeitet. Doch würde er seinen „Rentenjob“ beim FCB für solch eine unsichere Anstellung aufgeben? Dafür spricht: Er ist 38, und um zurück auf die große Bühne zu gelangen, wären die Löwen ein praktisches Sprungbrett. Immerhin hatte er sich im Herbst schon mal mit Ex-1860-Sportchef Hinterberger getroffen. © sampics / Stefan Matzke
Lothar Matthäus: Die Löwen-Verantwortlichen haben einem Engagement schon mehrfach eine Absage erteilt. Doch wie unsere Online-Redaktion aus vereinsnaher Quelle erfuhr, soll es zumndest einzelne Befürworter unter den Beteiligten geben. © sampics / Stefan Matzke
Dietmar Hamann: Auch sein Name wird in München gemunkelt. Ist was dran oder nur ein Gerücht? Ein Anruf beim Ex-Nationalspieler: "Davon höre ich zum ersten Mal", sagt er. Momentan macht er seine Trainerlizenz. "Ich will wieder in den Fußball zurück", so Hamann. "Die Sache muss natürlich passen", ergänzt er. "Ausschließen kann man nichts. 1860 ist ein toller Verein." © dpa
Thomas Schneider: Sportdirektor Gerhard Poschner traf sich mehrfach mit Thomas Schneider, dem Ex-Trainer des VfB Stuttgart. Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Schwaben. Nach Informationen unserer Onlineredaktion zählt er zum erweiterten Kreis derer, mit denen sich der Verein ernsthaft befasst. © MIS
Uwe Neuhaus: Nach der Bekanntgabe der Trennung von Uwe Neuhaus und Union Berlin am Saisonende soll der scheidende Trainer nun ein Kandidat beim TSV 1860 sein. Das berichtet Sport1. © dpa
Carlos Bernegger: Laut dem Schweizer Radiosender "Radio Pilates" war der aktuelle Coach des FC Luzern ein Kandidat bei den Löwen. Doch am 8. Mai sagte er den Sechzigern ab. © FC Luzern
Adi Hütter: Mit dem SV Grödig feierte Österreichs Trainer-Aufsteiger Überraschungserfolge. Viele Fans wünschen ihn sich als 1860-Trainer. Gehört hat er von den Verantwortlichen noch nichts, erklärte er Mitte April gegenüber unserer Onlineredaktion. Ohnehin ist er kein Thema mehr. Gerhard Poschner: „Wir haben Hütter beobachtet, aber das war's dann auch.“ Hütter übernimmt nun RB Salzburg. © GEPA pictures/ Florian Ertl
Jens Lehmann: Als Sportchef wird er seit Wochen heiß gehandelt, dabei hatte er doch eigentlich mal gesagt, dass er Trainer werden wolle. Vielleicht bei 1860? © sampics / Stefan Matzke
Markus von Ahlen:  Den Co-Trainer zum Chef zu machen, war eine Zeit lang schwer in Mode, auch bei 1860 (Maurer, Wolf, Schmidt). Mit einer erneuten Günstiglösung muss gerechnet werden, wenn Investor Ismaik mal wieder schriftliche Zahlungsgarantien verweigert. Die Mannschaft könnte damit leben, denn von Ahlen ist beliebt, denkt modern – und leitet auch jetzt schon engagiert das Training. © sampics / Stefan Matzke
Peter Pacult: Die Trainerkarriere der Löwen-Legende könnte mal wieder einen Kick vertragen. Der einstige „Gaudibursch’“ hat sich zum harten Hund entwickelt (Vorbild: Ernst Happel), und Pacult hat ja auch schon mal bewiesen, dass er als Trainer was drauf hat. Bei 1860: Verwaltete das Lorant-Erbe in der Bundesliga, ehe er von Ex-Boss Wildmoser entlassen wurde – auf Platz 8 liegend! Bei Rapid Wien: Meister 2008 mit 7:0-Sieg beim Erzrivalen Salzburg. Zuletzt in Leipzig und Dresden lief es dagegen nicht ganz so gut. Für Pacult, 54, würde sich mit einer Rückkehr zu 1860 ein Kreis schließen. © Stefan Matzke / sampics
Robert Prosinecki: Früherer jugoslawischer Weltstar, in Deutschland geboren. © dpa
Frank Schmidt: Erfolgstrainer in Heidenheim. © dpa
Es folgen die WUNSCH-TRAINER der Löwen-Fans, zusammengetragen von der Facebook-Seite TSV 1860 News. © sampics
Thomas Häßler. © sampics / Stefan Matzke
Norbert Meier. © sampics
Thomas Schaaf. © picture alliance / dpa
Mike Büskens. © dpa
Und last but not least: Werner Lorant. © sampics / Christina Pahnke

dh

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