Auswärts ohne Biss

1860 patzt in Würzburg: Desaströser Abwehrfehler führt zur nächsten Auswärtspleite

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Enttäuschung pur: Nach einer guten zweiten Halbzeit stehen die Löwen trotzdem als Verlierer da.

Saisonübergreifend war es die achte Niederlage im neunten Auswärtsspiel. Auch in Würzburg enttäuschten die Löwen. Ein Dreier wäre dabei so wichtig gewesen für 1860.

Würzburg - Sie hatten die „Riesenchance, den Anschluss ans vordere Tabellendrittel zu schaffen“, wie es Trainer Daniel Bierofka im Vorfeld formulierte. Doch wie das beim TSV 1860 und seinen Riesenchancen nun mal so ist: In der Regel werden sie verpasst. 

So auch gestern Abend in Würzburg (Der Ticker zum Nachlesen). Nach einem lange Zeit zu passiven Auftritt hieß es am Ende 1:2 (0:1) vor 8346 Zuschauern im Stadion am Dallenberg. Gnaase (24.) und Kaufmann (62.) trafen für die Kickers, Mölders zwischenzeitlicher Ausgleich (47.) hielt nicht lang. Nach der fünften Niederlage im sechsten Auswärtsspiel trennen die Sechziger vor der Länderspielpause drei Punkte vom ersten Abstiegsplatz.

1860 München unterliegt Würzburg: Bierofka hadert mit Klassen-Aussetzer

„Wir haben uns heute selber geschlagen“, sagte Bierofka bei Magentasport mit Verweis auf den Fehler von Leon Klassen, der zum 1:2 geführt hatte. „Wir waren in der zweiten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft, aber wir haben es nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen.“

Intensiv, von verbissenen Zweikämpfen geprägt – das war der Charakter dieser Partie. Hatte die Startphase noch den Würzburgern gehört, setzen die Löwen das erste Ausrufezeichen in der 15. Minute. Kindsvater scheiterte nach gelungener Einzelaktion mit links am entfernten Pfosten, sein Nachschuss landete am Außennetz. 

Als Gebhart acht Minuten später nach einem Freistoß von rechts die zweite Chance vergab, fühlten sich die Löwen wohl etwas zu sicher. Prompt schlug Würzburg zu. Willsch und Kindsvater ließen Hermann flanken, in der Mitte stand Berzel nicht beim eingelaufenen Gnaase – Aufsetzer, Kopfball, 0:1. 24 Minuten waren gespielt. 

Und Sechzig schwamm plötzlich. Bonmann rettete per Tauchaktion nach einem Sontheimer-Schuss (30.), „Wir sind zu passiv, das Gegentor war zu leicht“, bilanzierte Co-Trainer Oliver Beer.

Auswärts ein Punktelieferant: 1860 findet in Würzburg nicht in die Spur

Warum Würzburg mit nunmehr 28 Gegentoren die Schießbude der Liga ist, ließ sich zwei Minuten nach Wiederanpfiff beobachten. Willsch konnte auf rechts ungehindert durchmarschieren, seine Flanke verlängerte Gebhart unfreiwillig auf Mölders, der freistehend zum 1:1 einschoss. Doch auch dieses Erfolgserlebnis brachte den Gästen kein großes Plus an Sicherheit oder gar Esprit. Der unglückliche Klassen verlängerte einen langen Ball von Rhein per Kopf genau in den Lauf von Kaufmann, der Keeper Bonmann umkurvte und zum 1:2 einschob (62.). 

Wein (68.) und Mölders per Kopf (70.) vergaben kurz hintereinander beste Ausgleichschancen. Und auch eine Schlussviertelstunde in Überzahl nach der von Rieder provozierten Gelb-Roten Karte gegen Pfeiffer nutzte den Löwen nichts. 1860 bleibt auswärts ein Punktelieferant. Beweisen können sich die

Löwen jedoch auch gegen den FC Hansa Rostock

am 26. Oktober.  

Die Löwen meldeten am Samstag Vollzug an: Der TSV 1860 hat einen neuen Trainer!

lk

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