"Klare Entwicklung"

Funkel: Darum ist RB Salzburg Vorbild für 1860

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Friedhelm Funkel

München - Am Tag nach der Heimniederlage gegen Köln sprach 1860-Trainer Funkel über die Gespräche mit dem Präsidium, die Kader-Zukunft und die Gegner in der kommenden Spielzeit.

Die von Präsident Gerhard Mayrhofer ausgerufene „Jagdsaison“ ist sechs Spieltage vor Schluss mangels Sichtkontakt beendet. Für die 1860-Verantwortlichen gilt es nun umso dringender, die Weichen für die neue Zweitliga-Spielzeit zu stellen. Etat, Sport-Geschäftsführer, Trainer – noch sind alle wichtigen Fragen ungeklärt. „Wir haben noch keine Entscheidung ge­troffen, wir nehmen uns die Zeit“, sagte Präsident Gerhard Mayrhofer im kicker, und betonte: „Die Kaderplanung ist voll im Gan­ge.“ Intern soll es eine Tendenz pro Funkel geben, doch „es ist so, dass sich Geschäftsfüh­rer und Trainer riechen müs­sen. Sie müssen miteinander auskommen“, sagt Mayrhofer. Am Montag äußerte sich Friedhelm Funkel zur Lage der Dinge.

Der 1860-Coach über…

... seine Anspannung vor dem Gipfel mit dem Präsidium:

Red Bull Salzburg besiegte unter Trainer Roger Schmidt in der Vorbereitung sogar die Bayern.

„Ich bin völlig locker. Wir werden im Laufe der Woche Gespräche führen. Warum ich der richtige Mann für 1860 bin? Weil man eine klare fußballerische Entwicklung der Mannschaft erkennt. Wir haben unsere Spielweise verändert, aber wir sind noch nicht clever genug, um unsere Großchancen in Tore umzumünzen. So ein Prozess kann noch ein halbes Jahr dauern. RB Salzburg ist das beste Beispiel, da hat es nach Roger Schmidts Verpflichtung als Trainer ein Jahr gedauert, bis sie diesen Fußball gespielt haben.“

... nötige Veränderungen des Kaders: „Man muss Impulse geben. Das war im Winter nötig, und das wird auch im Sommer nötig sein. Man muss sehen, dass man laufstarke, willige, junge Leute für diese intensive Spielweise holt, auch Ausleihen von Topmannschaften kommen infrage.“

... die Zukunft von Yuya Osako und Benny Lauth: „Ich glaube, dass Osako ein weiteres Jahr bei 1860 guttun würde. Er und sein Berater werden wissen, was sie entscheiden. Bei Benny sollte man nicht überbewerten, dass ich ihn gegen Köln nicht eingewechselt habe. Das hat immer mit der jeweiligen Spielsituation zu tun. Bobby (Wood) ist in der Kontersituation wie jetzt gegen Köln der dynamischere Spieler.“

... die Konkurrenz in der kommenden Saison: „Braunschweig ist gefestigt, die würde ich –falls sie absteigen – wieder oben erwarten. Bei Hamburg oder Stuttgart müsste man abwarten, wie sie sich aufstellen. Und mit Leipzig kommt ein Klub rauf, der die finanziellen Möglichkeiten hat, direkt im oberen Tabellendrittel mitzuspielen.“

lk

Quelle: tz

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