"Gibt keine Wunschelf mehr"

So plant Funkel mit den "neuen" Löwen

+
Der Konkurrenzkampf ist zur Freude von Friedhelm Funkel größer geworden. Wer hat bei den Löwen die Nase vorn?

München - Mit drei Neuzugängen geht der TSV 1860 in die Rückrunde, der Konkurrenzkampf ist eröffnet. Doch wen stellt Trainer Funkel auf? Die tz zeigt, er die Nase vorn hat.

Am Freitag bestünde noch die letzte Möglichkeit, einen Spieler zu verpflichten, um Mitternacht ist das Transferfenster dicht. Friedhelm Funkel allerdings wird stressfreie 24 Stunden verbringen, denn ein Schnäppchen kurz vor Toresschluss kommt beim TSV 1860 nicht mehr in Frage. „Die Wünsche von Sportchef Florian Hinterberger und mir wurden erfüllt“, sagte der Löwencoach am Donnerstag. „Das war’s. Und das ist gut so.“ Weil mit den drei Wintereinkäufen Yuya Osako, Markus Steinhöfer und Andreas Ludwig eine, so Funkel, „gute Ausgangsposition“ für die restlichen fünfzehn Saisonspiele und den Sturm auf Platz drei geschaffen worden sei. „Es sind drei Spieler, die ihre Qualität im Abschluss haben.“ Bei erst achtzehn Saisontoren alles andere als eine unwesentliche Fähigkeit.

Neue-Löwen: Steinhöfer und Ludwig Ludwig

Alle drei Neuen werden auch am Samstag beim letzten Testspiel gegen den SV Grödig von Beginn an zum Einsatz kommen. Dass er dort aber von Beginn an eine Art Wunschelf auflaufen lässt, davon will Funkel nichts wissen. „Eine Wunschelf gibt es nicht mehr“, sagt er, „wir haben jetzt fünfzehn, sechzehn, siebzehn Spieler, die jederzeit in der Lage sind, von Anfang an dabei zu sein.“

Die tz zeigt auf, wer auf welcher Position die besten Chancen hat, wer wem als Konkurrent im Nacken sitzt und wessen Chancen durch die Neuausrichtung des Kaders kleiner geworden sind.

Tor

Hier bleibt alles wie gehabt. Gabor Kiraly ist die Nummer eins, Vitus Eicher eine starke Alternative, sollte der ungarische Oldie mal ausfallen. Beim 0:3 in Hoffenheim verhinderte Eicher mit großartigen Paraden eine noch höhere Niederlage.

Rechte Abwehrseite

Volz und Bierofka sind die heißesten Kandidaten, aber Funkel sagte auch: „Steinhöfer kann ebenfalls rechts hinten spielen.“ Wojtkowiak ist eine weitere Option, ganz schwer wird es für Markus Schwabl und Nono Koussou, die schon in der Vorrunde gar nicht oder kaum zum Einsatz gekommen sind.

Innenverteidigung

Vallori und Schindler dürften erstmal gesetzt sein, aber Funkel liebäugelt auch mit Grzegorz Wojtkowiak, der auf dieser Position zu Hause ist. Kai Bülow kommt ebenfalls noch in Frage.

Linke Abwehrseite

Wojtkowiak und Hertner heißen die ersten Anwärter, Schindler könnte diese Position auch bekleiden.

Zentrales Mittelfeld

Stark und Stahl sind erste Wahl, nicht zuletzt auch, weil Bülow längere Zeit verletzt ausfiel. Wannenwetsch wird es schwer haben.

Rechte Außenbahn offensiv

Steinhöfer ist der Favorit. Dazu bieten sich noch Stoppelkamp und Neuzugang Ludwig an. Funkel schätzt am Ex-Hoffenheimer dessen Vielseitigkeit: „Andreas kann rechts, links oder zentral offensiv spielen.“ Wood und Koussou sind weitere, wohl aussichtslose, Anwärter.

Linke Außenbahn offensiv

Sollte Stoppelkamp rechts weichen müssen, wäre das wohl sein neues Aufgabenfeld. Zum Nachteil seines Kumpels Adlung. Gegen Grödig beginnt dort übrigens Andreas Ludwig.

Sturm

Funkel setzt gegen Grödig und in den nächsten Trainingseinheiten auf das 4-4-2. Zwei Stürmer also, von denen einer Osako heißt. Lauth oder Hain kämpfen um den Platz neben dem Japaner. Wood auch hier nur mit geringen Chancen. Bei einer Rückkehr zu nur einer Spitze könnte Ludwig zentral hinter Osako spielen.

Wir sind am Samstag vor Ort im Grünwalder Stadion und berichten vom Löwen-Härtetest gegen den SV Grödig (Anpfiff 13 Uhr) im Live-Ticker.

tz

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Wird er Bierofkas neuer 450-Euro-Verteidiger? 
Wird er Bierofkas neuer 450-Euro-Verteidiger? 
Mit 43 Jahren: Löwen-Legende gibt Karriereende bekannt - er hatte ein spezielles Markenzeichen
Mit 43 Jahren: Löwen-Legende gibt Karriereende bekannt - er hatte ein spezielles Markenzeichen
TSV 1860: „Es geht nicht ohne Schmerzen“ - Präsident Reisinger erklärt Sparkurs
TSV 1860: „Es geht nicht ohne Schmerzen“ - Präsident Reisinger erklärt Sparkurs
Ticker: Ausschreitungen vor der Partie - Löwen gehen in Jena unter
Ticker: Ausschreitungen vor der Partie - Löwen gehen in Jena unter

Kommentare