1860 sucht Schlichter: "Externer Ehrenberufler" soll es sein

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Nicht immer einer Meinung: Hamada Iraki (v.l.), Hasan Ismaik, Dieter Schneider und Robert Schäfer

München - Um die Unstimmigkeiten zu lösen, sucht der TSV 1860 jetzt einen Schlichter mit konkreten Referenzen. Indes sorgt auch ein Verlust bei den Businessseats für finanzielles Ungemach.

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Eigentlich wollte man beim TSV 1860 noch vor Heiligabend bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorstellig werden um auszuloten, ob die Herren in Frankfurt mit den bisher in München ausgearbeiteten Lösungsansätzen, die Investorenseite und die e. V.-Vertretung in den Machtfragen einander näher zu bringen, konform gehen können. Wobei auch ein ganz pikanter Aspekt eine Rolle spielen soll. Mittlerweile ist man so weit, dass man daran denkt, die Dienste eines sogenannten Mediators, eines Schlichters also, in Anspruch zu nehmen. Diese Variante wurde auch bereits schriftlich in einer von der Investorenseite vorgeschlagenen Vereinbarung vom November ins Auge gefasst. Die Referenzen des Mediators wurden ebenfalls bereits beschrieben. Es soll sich um einen „externen Ehrenberufler“ handeln, der „der Schweigepflicht verpflichtet ist“, oder um „eine Persönlichkeit mit ausgeprägten wirtschaftlichen Erfahrungen“. Aussuchen wolle man diese Person gemeinsam. Wozu wahrscheinlich schon wieder ein neuer Arbeitskreis gebildet werden muss, in dem man sich bei einer womöglich monatelangen Findungsphase wahrscheinlich auch wieder in die Haare bekommen würde…

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Strec

Aber Meinungverschiedenheiten über dieses Thema soll es ja bereits jetzt geben. Sollte der Mediator die beiden Parteien nämlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen können, dann, so heißt es, wolle Hamada Iraki, Aufsichtsrat und Ismaik-Intimus, den Mediator selbst eine Entscheidung fällen lassen. Die e.V.-Vertreter dagegen wollen die Angelegenheit in solch einem Fall wieder in die Gremien zurückgeben. Die Zustimmung von Präsident Dieter Schneider & Co., einen Mediator ins Spiel zu bringen, sei ohnehin nur deshalb getroffen worden, damit es nicht immer heißt, der e. V. beharre nur auf sein Weisungsrecht. Es soll als eine Art Zugeständnis betrachtet werden – wobei man sich schon fragt, welcher Verein derlei entscheidende und wegweisende Fragen hinsichtlich seiner künftigen Geschicke allein in die Hände eines unbekannten Dritten geben würde. An jemandem, der zudem auch keine Verantwortung für eventuelle Folgen übernehmen müsste.

Das wäre etwa so, als wenn sich beim FC Bayern die Vorstandsherren Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner über eine Verpflichtung von Marco Reus nicht einig wären und die Entscheidung darüber dann einem völlig Fremden überlassen würden. Undenkbar! Und mag die Person noch so ehrenvoll sein.

Wobei die Tatsache, dass Hamada Iraki sich dafür ausspricht, die Entscheidung einem Mediator zu überlassen, einen leicht skeptischen Betrachter ins Grübeln geraten lässt und die Vermutung nahelegt, dass dieser Mediator dem ein oder anderen möglicherweise doch nicht so fremd sein könnte, wie es eigentlich der Fall sein sollte.

Bei all dem Führungsfirlefanz werden die eigentlich wichtigen Dinge im Leben eines Profivereins immer mehr aus den Augen verloren. Wie die tz erfuhr, ist der Verkauf der Businessseats-Jahreskarten im Vergleich zur Vorsaison von knapp 900 auf jetzt knapp 400 zurückgegangen. Ein Verlust von rund eineinhalb Millionen Euro. Ehemalige Karteninhaber sollen – was eigentlich üblich ist – nicht einmal kontaktiert worden sein, ob sie ihr Abonnement verlängern wollen. Die dafür Zuständigen scheint es nicht zu interessieren.

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Neue Technik: So könnte die Arena bald leuchten

Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Philips ist jetzt "offizieller Lichtpartner" des FC Bayern - und wird 380.000 neue LEDs in die Fassade der Allianz Arena einbauen. Erste Studien zeigen, wie das Stadion bald leuchten könnte. © Philips
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © sampics
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © Stefan Matzke / sampics
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © MIS
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © MIS
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © MIS
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Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © picture alliance / dpa
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © picture-alliance/ dpa
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © Stefan Matzke / sampics
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © picture alliance / dpa
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © Stefan Matzke / sampics
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Durch ihre spezielle Fassade kann das Stadion bisher schon entweder rot, blau oder im neutralen weiß leuchten. Diese Bilder sind keine Studien, sondern "echte" Fotos, aufgenommen im Münchner Norden. © Stefan Matzke / sampics
Für das Finale der Champions League 2012 wurde allerdings ein Spezialeffekt eingebaut. In Türkis und Grün leuchtete dank eingesetzte Lichtfilter in den unteren Beleuchtungsreihen. © picture alliance / dpa
Für das Finale der Champions League 2012 wurde allerdings ein Spezialeffekt eingebaut. In Türkis und Grün leuchtete dank eingesetzte Lichtfilter in den unteren Beleuchtungsreihen. © MIS
Für das Finale der Champions League 2012 wurde allerdings ein Spezialeffekt eingebaut. In Türkis und Grün leuchtete dank eingesetzte Lichtfilter in den unteren Beleuchtungsreihen. © MIS
Für das Finale der Champions League 2012 wurde allerdings ein Spezialeffekt eingebaut. In Türkis und Grün leuchtete dank eingesetzte Lichtfilter in den unteren Beleuchtungsreihen. © MIS
Für das Finale der Champions League 2012 wurde allerdings ein Spezialeffekt eingebaut. In Türkis und Grün leuchtete dank eingesetzte Lichtfilter in den unteren Beleuchtungsreihen. © MIS
Anlässlich des St. Patrick's Days im Jahre 2013 leuchtete die Arena einmalig in grün. Wobei sie nicht selbst leuchtete, sondern grün angestrahlt wurde. © Jantz
Anlässlich des St. Patrick's Days im Jahre 2013 leuchtete die Arena einmalig in grün. Wobei sie nicht selbst leuchtete, sondern grün angestrahlt wurde. © Jantz
Anlässlich des St. Patrick's Days im Jahre 2013 leuchtete die Arena einmalig in grün. Wobei sie nicht selbst leuchtete, sondern grün angestrahlt wurde. © Jantz

Und natürlich leidet nach wie vor der sportliche Bereich. Neuzugänge im Winter? Neuzugänge im Sommer? Nichts Genaues weiß man nicht. Sportchef Florian Hinterberger und Trainer Reiner Maurer haben ein Auge auf den Mittelfeldallrounder Maximilian Nicu sowie die Abwehrspieler Heiko Butscher und Felix Bastians geworfen. Doch so lange kein Budget für Transfers zur Verfügung gestellt wird, bleiben solche Personalien Theorie.

tz

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