1860 verkauft Genussscheine - Interesse an Wörns dementiert

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Dr. Stefan Ziffzer räumte am Mittwoch die Millionenverluste ein.

Und plötzlich machte wieder ein neues Gerücht die Runde bei den Löwen.

Christian Wörns, der 35-jährige Innenverteidiger von Borussia Dortmund, solle mit einem Wechsel zu 1860 liebäugeln, berichtet die Sportbild.

Indiz 1: Wörns sucht ein Haus in Grünwald. Indiz 2: Wörns ist mit Löwen-Manager Stefan Reuter aus gemeinsamen BVB-Zeiten befreundet. Mehr Hinweise kamen an diesem Mittwoch nicht hinzu. Reuter versicherte am Mittag, mit Wörns zwar neulich gesprochen zu haben – „aber nicht über das Thema 1860“. Und überhaupt: „Ich kommentiere nie Namen solange nichts fix ist.“ Womit wir beim Thema wären.

Können sich die Löwen Transfers überhaupt leisten oder muss der Talent-&-Geduld-Kurs beibehalten werden? Um diese Frage drehte sich bei der Kapitalbeschaffungs-Pressekonferenz alles. Das Ergebnis nach fast anderhalbstündigem Frage-Antwort-Spiel: Es bleibt (fast) alles gleich beim TSV 1860. „Wir haben bei der Sitzung am Dienstag insofern Forschritte erzielt, als dass wir jetzt vom Aufsichtsrat auch grünes Licht für Aktien haben“, sagte Ziffzer. „Das war bisher ein Tabu und ist jetzt keines mehr.“ Doch dann kam das große Aber. „Wer jetzt glaubt, dass wir die Tür aufmachen und das Geld fliegt rein, der hat sich getäuscht.“

Das einstimmig beschlossene Finanzierungsmodell mit Genussscheinen (Stückelung: 50 000 Euro, Basiszins 6%), die sich in Aktien wandeln lassen, wird nämlich kaum von heute auf morgen Geld in die leeren Kassen spülen. Zwar haben die Löwen laut Ziffzer „sechs Personen“ an der Angel, „wo wir insgesamt drei bis vier Millionen kriegen könnten“, doch ohne ein berechenbares Personalkonzept seien die Verhandlungen schwierig. Ziffzer: „Ein Geldgeber, der Genussscheine für fünf Jahre kauft, will auch wissen, wer in fünf Jahren bei 1860 am Ruder ist, beziehungsweise, ob der jetzige Kurs beibehalten wird.“

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Der Präsident als Hemmschuh? Noch hat sich Albrecht von Linde weder zu seiner noch zu Ziffzers Zukunft klar geäußert. „Diese Themen werden wir in einer gesonderten Sitzung behandeln“, so Aufsichtsratschef Christoph Öfele. Geduld ist also weiter gefragt bei 1860. „Es geht nicht mit Hauruck und Krachern, es geht nur solide Schritt für Schritt“, fordert Ziffzer ein realistisches Anspruchsdenken. „Die Lizenz haben wir heuer ohne Auflagen bekommen. Und Entschuldigung, wenn ich das so sage, aber wir haben einen geilen Kader, wir haben alle unsere Talente gebunden und wir haben 18 bayerische Spieler in den Lizenzspieler-Kadern (Profis und U23, d. Red.). Wir heißen nicht Bayern, wir sind es.“ Ob man ohne Kracher aufsteigen kann, ist freilich eine andere Frage...

lk

Quelle: tz

Quelle: tz

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