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„Unverhältnismäßig und damit rechtswidrig“: Drittligisten ziehen gegen Corona-Regel vor Gericht

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Von: Moritz Bletzinger

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SV Meppen, VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig haben einen Antrag zu Überprüfung der aktuellen Corona-Regeln in Niedersachsen gestellt.
SV Meppen, VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig haben einen Antrag zu Überprüfung der aktuellen Corona-Regeln in Niedersachsen gestellt. © Werner Scholz/Imago

Drei Drittligisten stellen einen Antrag gegen die Zuschauerbeschränkung in Niedersachsen. Sie machen der Landesregierung Druck. Mit Folgen für die Fans des TSV 1860 München?

Hannover - Eintracht Braunschweig, der SV Meppen und der VfL Osnabrück werfen der niedersächsischen Landesregierung einen „Alleingang“ vor. Sie halten die aktuellen Zuschauerbeschränkungen für „unverhältnismäßig und damit rechtswidrig“, erklären sie in einer gemeinsam veröffentlichten Mitteilung. Sie wollen schon am kommenden Wochenende vor mehr als 500 Fans spielen. Niedersachsen ist aktuell das einzige Bundesland mit dieser strengen Zuschauer-Grenze.

3. Liga: Niedersächsische Klubs nur vor 500 Fans - Braunschweig, Meppen und Osnabrück gehen vor Gericht

„Hierbei geht es den Vereinen explizit nicht um eine Sonderbehandlung des Profifußballs. Vielmehr soll durch den Normfeststellungsantrag die Verletzung des Grundsatzes des Gleichbehandlungsgebotes und der Verhältnismäßigkeit geprüft werden“, führen die Drittligisten aus.

In Niedersachsen sind nur 500 Zuschauer im Stadion erlaubt - egal, wie groß die Sportstätte ist. Auswärtsfans sind überhaupt nicht vorgesehen. Auf Bundesebene sind seit vergangenem Mittwoch zwar eigentlich bis zu 10.000 Zuschauer bei Sportveranstaltungen im Freien zugelassen, doch die niedersächsische Landesregierung hat die Verordnung noch nicht übernommen. Die Verantwortlichen lehnen das aktuell noch ab. Was sie mehreren Profiklubs auch in einer Videoschalte erläutert haben sollen, berichtet der NDR.

SV Meppen gegen TSV 1860 München schon vor mehr Zuschauern? Auch Auswärtsfans können hoffen

Vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am 16. Februar wird Niedersachsen wohl nichts an den Corona-Regeln ändern. Eintracht Braunschweig, SV Meppen und VfL Osnabrück beklagen einen „Alleingang“. Ihnen ist der 16. Februar zu spät. Alle drei Klubs haben am Wochenende vom 12./13. Februar ein Heimspiel. Der vierte niedersächsische Drittligist, TSV Havelse, spielt auswärts und überlegt, sich dem Antrag aus Solidarität anzuschließen.

Fans des TSV 1860 München dürften ein Auge auf den Antrag der niedersächsischen Vereine werfen. Denn die Löwen spielen am 12. Februar in Meppen. Hat der Gerichtsgang Erfolg, könnten auch Auswärtsfans schon zugelassen sein. (moe)

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