Versprochene Reform stockt

3. Liga vs. Regionalliga: Wo beginnt eigentlich Solidarität?

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Auch die Löwen nahmen an der Protestaktion teil. 

Mit der Solidarität im Fußball ist das so eine Sache. Wenn man bedenkt, dass vom 1,5 Milliarden schweren Fernsehvertrag der DFL gerade mal ein Prozent für die 3. Liga abfällt, dann kann man schon verstehen, dass sich die Vereine nicht gerade gut behandelt fühlen.

Trotzdem sind sie dem Verband entgegengekommen, als der um eine tragfähige Lösung für den Aufstieg aus den fünf Regionalligen rang. Statt drei steigen nun vier Klubs aus der 3. Liga ab, damit wenigstens vier der fünf Regionalliga-Meister aufsteigen können. Dass aber aus der Übergangslösung eine dauerhafte wird, etwa mit der Reduzierung auf vier Regionalligen, zeichnet sich noch immer nicht ab, die versprochene Reform stockt. 

Deshalb hat die 3. Liga eine Protestaktion gestartet, was dem BFV und den bayerischen Regionalligisten sauer aufstieß. Das Gemeinschaftsgefüge würde damit ausgehebelt, der Solidaritätsgedanke konterkariert, kritisierten die Sprecher der Regionalligisten. Wo aber fängt Solidarität an, wo hört sie auf? Schön wäre halt, wenn sich mal die Topklubs, die Millionen absahnen, solidarisch zeigen würden mit den Vereinen, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen. Und dann noch vom DFB gegängelt werden.

Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor der heutigen Ausgabe ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

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