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5600 Zuschauer sehen 1860 U19: Doch der Traum vom Titel ist gestorben

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Die Partie zwischen den A-Junioren von 1860 und KAiserslautern war hart umkämpft. © or

TSV 1860 München U19 - Das Finalticket schien nach dem 1:0 im Hinspiel quasi gebucht. Doch eine bittere 0:2-Heimpleite im Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern beendete den Titeltraum der A-Junioren des TSV 1860.

So fahren nun die Pfälzer zum Endspiel gegen den VfL Wolfsburg, der sich im anderen Semifinale souverän gegen Bayer Leverkusen durchsetzte (2:0, 5:2). Die Löwen indes präsentierten einmal mehr ihre traditionelle Spezialität, sich in entscheidenden Momenten selbst ein Bein zu stellen. Ein Doppelpack von Lauterns Nico Pfrengle (18., 50.) hatte das Schicksal der gehemmt wirkenden Junglöwen besiegelt. Während der gesamten Spielzeit war das Team von Ivica Erceg zu keiner ernsthaften Torchance gekommen. „Vielleicht waren wir uns zu sicher,“ mutmaßte der Coach. Natürlich sei er „enttäuscht, wir können aber auch stolz auf das Erreichte sein“. In der Tat, zuletzt hatte eine U 19 der Löwen im Jahr 2003 die Endrunde erreicht. Generell hatte der Giesinger Traditionsverein alle Facetten offenbart, die ihn je nach Betrachtung so liebens- oder bemitleidenswert machen. Am Pfingstsonntag waren zur Mittagszeit bemerkenswerte 5600 Zuschauer hoffnungsfroh ins Grünwalder Stadion gepilgert – zu einer A-Junioren-Partie! Spätestens nach dem 0:2 kippte jedoch die Stimmung.

Die Fotos zum Spiel

Zunächst bekam das Schiedsrichter-Gespann den Frust der Masse zu spüren. Nach einem Feuerzeug- Wurf in Richtung eines Assistenten stand die Begegnung kurz vor dem Abbruch. Präsident und Sanierer Dieter Schneider, vor dem Spiel noch mit Ovationen gefeiert, sah sich genötigt, vor die tobende Menge auf der Gegentribüne zu treten, um zu schlichten. Mit dem Schmähruf „Und du hast den Verein verkauft“ wurde er jedoch recht unsensibel empfangen, was zu Unmutsbekundungen von anderer Seite führte. Die innere Zerrissenheit des Vereins wurde damit anschaulich dokumentiert. Immerhin bewies der Anhang nach dem Schlusspfiff ein feines Gespür, als die Mannschaft trotz des Pechs und der Pleite mit Applaus für ihre exzellente Runde in die Sommerpause verabschiedet wurde. MATTHIAS HORNER

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