Aygün, der Löwen-Schweini

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Necat Aygün (r.) im Zweikampf mit Erwin Hoffer

München - Das Löwen-A-Team hat am Mittwoch gegen die Reservisten verloren. Wichtige Figur dieser Tage im Kampf gegen den Schlendrian: Necat Aygün. Florian Hinterberger wagt den Schweinsteiger-Vergleich.

Eigentlich müsste Necat Aygün (31) mit zweitem Vornamen „Wenn“ heißen. Wenn er denn von Saisonbeginn an dabeigewesen wäre! Wenn er nicht so oft verletzt wäre! Wenn es doch noch ein paar mehr Löwen von seiner Sorte gäbe!

Wenn der Hund…

Hilft ja nix. Immerhin ist er jetzt dabei. Und immerhin sind’s noch drei Spiele bis Weihnachten. Aachen, Braunschweig, KSC. Alles machbar. Solange er spielt, der Wenn.

Dreimal hat Aygün in dieser Saison bislang mitspielen können, dreimal hat 1860 gewonnen. 4:0 gegen den FSV Frankfurt, 1:0 in Ingolstadt, 2:1 gegen Eintracht Frankfurt. Kann sich sehen lassen, die Bilanz. So sehr, dass Sportchef Florian Hinterberger gar den Vergleich zum FC Bayern wagt: „Schaut’s mal drüben, wie’s da läuft ohne den Schweinsteiger…“

Aygün, der Löwen-Schweini? Unverzichtbar? Schaut so aus. „Bei uns macht Necat im Moment sehr viel aus“, weiß Hinterberger. „Er hat die Ruhe, die Erfahrung und er ist eine Persönlichkeit. Er spricht viel auf dem Platz und haut notfalls auch mal dazwischen.“ Ein Führungsspieler halt, einer, an dem sich die anderen hochziehen können. „Alle profitieren von ihm“, sagt Hinterberger. „Ob das ein Schindler ist, oder zuletzt auch Stahl und Bülow.“ Mit Aygün wird die Schießbude zum Bollwerk. Nicht ganz, ja ja. Aber es geht in die richtige Richtung.

„Der Vergleich mit Schweinsteiger ehrt mich natürlich“, sagt Aygün. „Es freut mich, wenn unser Sportchef sowas sagt. Ich versuche, der Hintermannschaft Stabilität zu geben. Zuletzt hat das gut geklappt.“

Wäre halt nicht diese Verletzungsanfälligkeit. „Beim Necat habe ich in der U23 schon gesehen, dass er ein guter Profi werden kann“, sagt Hinterberger, der ihn damals bei 1860 trainierte. „Schnell, kopfballstark, saubere Technik. Dass das Chassis manchmal nicht mitmacht, kannst du nicht erahnen.“

Das Chassis. Gegen Frankfurt am Samstag ließ Maurer Aygün durchspielen – mit einem unguten Gefühl. „Eigentlich hätte ich ihn ja auswechseln müssen“, sagt der Coach. Die Belastung sei „schon extrem“ nach der monatelangen Verletzungspause. Aber der Erfolg steht halt nun mal über allem im Profisport. Das geht beim Trainingsspiel los. Dass die A-Mannschaft Mittwoch Vormittag deutlich gegen die Reservisten verlor, hat Maurer und Hinterberger überhaupt nicht geschmeckt. Stichwort: Schlendrian. Also Necat: Dazwischenhauen! Ohne Wenn und Aber!

lk

Quelle: tz

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