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Buck: "Viel mehr kannst Du nicht falsch machen"

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© M.I.S

München - Andere an seiner Stelle hätten vielleicht den Handy- Trick angewandt, die Kapuze über den Kopf gezogen oder gleich den Hinterausgang gewählt. Doch Stefan Buck ist kein Drückeberger.

Der 30-Jährige stellte sich nach seinem fatalen Auftritt von Braunschweig der Presse. Und redete offen über seine Fehler. „Nach dem Ballverlust zum 1:3 hab ich mir in der Kabine noch vorgenommen, jetzt alles besser zu machen, dann passiert gleich nach dem Wiederanpfiff der Elfmeter und dannauchnochderPlatzverweis. Nein, viel mehr kannst du nicht falsch machen“, sagte er.

Besonders bitter: Durch die Ein-Spiel- Sperre kann Buck seine Böcke erst in zwei Wochen im Pokalspiel beim VfL Osnabrück wiedergutmachen. „Ich hätte gerne gleich wieder gespielt, am liebsten wär mir eine englische Woche gewesen“, sagt der Oberschwabe. „Aber jetzt ist es, wie es ist. Ich gehe selbstkritisch mit mir ins Gericht und werde nach einer Lösung suchen, was ich aus der Situation lernen kann.“

Braunschweig - TSV 1860, Fotos und Noten: Zwei Löwen mit einer 5-

Das sollten auch seine Kollegen beherzigen. Am Mittwoch wird ihnen Trainer Reiner Maurer die zahlreichen Fehler per Videoanalyse noch mal vor Augen führen. „Ich werde der Mannschaft in aller Deutlichkeit zeigen, was sie falsch gemacht hat“, verspricht der Coach.

Vor allem die Defensivleistung ist dem ehemaligen Bundesliga-Verteidiger sauer aufgestoßen. Maurer: „Nach vorne haben wir gut gespielt, aber das nützt nichts, wenn wir hinten solche Fehler machen.“ Beim Heimauftakt gegen den Karlsruher SC am kommenden Samstag (15.30 Uhr), zu dem auch Investor Hasan Ismaik einfliegen wird, stehen die Löwen jetzt „schon unter Druck“, wie Maurer erkannt hat. „Da müssen wir die Punkte holen, dann ist alles wieder normal. Aber dazu muss die Mannschaft vor allem in punkto Bissigkeit zulegen.“

Gefordert sind vor allem die Achsenspieler Bülow (rückt für Buck in die Innenverteidigung), Benjamin und Lauth. „Er hat nicht permanent Torgefahr ausgestrahlt“, rügte Maurer seinen Kapitän gestern, versöhnliche Worte gab’s dagegen für Dennis Malura, der seinen Einstand als rechter Verteidiger am Sonntag völlig verpatzt hatte. Maurer: „Man darf jetzt nicht alles an Malura festmachen. Er wird am Samstag wieder spielen.“

Einstweilen gilt die Maxime von Florian Hinterberger: „Es wäre jetzt fatal, alles infrage zu stellen“, sagte der Sportchef gestern, „es sind schließlich noch 99 Punkte zu vergeben. Aber diese Fehler müssen wir abstellen, sonst kommen wir auf keinen grünen Zweig.“ Geschäftsführer Robert Schäfer stimmt ein ins Lied: „Wir müssen davon abkommen, gleich jede Niederlage als Katastrophe zu sehen. Wir haben noch 33 Spieltage Zeit, um in der Tabelle nach oben zu kommen.“

LK

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