Bülow-Coup! Schneider lobt Maurer

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Kai Bülow spielte gegen Union Berlin im Mittelfeld

München - Trainer Reiner Maurer hat nach dem jüngsten Sieg die Chance, die Weichen schon mal für die kommende Saison zu stellen. Zum Beispiel im Mittelfeld. Präsident Dieter Schneider in begeistert.

Immerhin: Gegen Dortmund haben die Löwen nicht verloren. Ein 1:1 erkämpften sie beim 150-Jahre-Jubiläumsspiel am 24. Juli 2010 im Grünwalder Stadion – während ihrer traditionell erfolgreichsten Saisonphase: der Vorbereitung.

Schöne Erinnerungen sind das. Aber als Trostpflaster für eine verschenkte Spielzeit dann doch ein bisserl zu wenig. Das weiß auch Reiner Maurer. So sehr sich der Trainer darüber freut, „dass sich die Mannschaft mit dem späten 1:0 gegen Union mal selbst belohnt hat nach dem Pech gegen Duisburg, Düsseldorf und Aue“, so unzufrieden ist er mit der Ausbeute insgesamt. „Meine Vorstellung ist schon höher als das, was wir momentan haben.“

Wenigstens dürfte nach hinten nichts mehr anbrennen bei zehn Zählern Vorsprung auf den 16. Platz, den derzeit der Karlsruher SC belegt. Am Freitag ist Rot-Weiß Oberhausen (ebenfalls 23 Punkte) zu Gast in der Arena. Kevin Volland, Schütze des 1:0 in Berlin, setzt auf Sieg: „Das wäre super, damit wir erst gar nicht mehr mit den Abstiegsplätzen in Berührung kommen.“ Auch Maurer, für den es bei einer Pleite in Berlin hätte ungemütlich werden können, weiß um die Nervosität im 1860-Umfeld: „Wenn’s am Freitag in Berlin schiefgegangen wäre“, sagt er, „dann wäre wieder alles hochgekocht worden“.

Einstweilen bleibt der ­Deckel drauf. Und Maurer hat die Chance, die Weichen schon mal für die kommende Saison zu stellen. Zum Beispiel im Mittelfeld, wo Innenverteidiger Kai Bülow auch gegen Oberhausen als „Sechser“ auflaufen wird. Maurer lobt Bülow ob seiner Laufstärke und seiner Fähigkeit, den tödlichen Pass zu spielen. In Berlin war Bülow bester Feldspieler, lieferte die Vorlage zum Tor. „Ich kannte die Position aus Rostock“, sagt er. „Da habe ich das öfters gespielt.“

Dominik Stahl und Kai Bülow – die blaue Doppel-Sechs der Zukunft? Es sieht so aus. Aleks Ignjovski wird sich nach der Saison verabschieden, für Florin Lovin (Vertrag bis 2012) wird ein Käufer gesucht. Unter Maurer hat der Rumäne schlechte Karten. „Für Lovin ist es natürlich eine unbefriedigende Situation“, sagt der Coach. „Er muss arbeiten, dass er wieder reinkommt in die Mannschaft.“

Bei Präsident Dieter Schneider sorgen Maurers Personalrochaden für Glücksgefühle: „Ich find’s super. Die Stabilität war einer der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Schneider zur tz. Zurückhaltend gibt er sich beim Thema Lizenz: „Wir sind nach wie vor in Verhandlungen, basteln unsere Konzepte zusammen, dass spätestens zum 15. März alles steht.“

lk

Quelle: tz

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