Langes Gespräch mit dem Investor

Chef- statt Co-Trainer: So überzeugte Biero Ismaik

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Daniel Bierofka wird voraussichtlich im kommenden Jahr die Fußballehrer-Lizenz machen.

TSV 1860 München II - Investor wollte den Trainer der kleinen Löwen zum Assistenten bei den Profis machen. Nach der Rückkehr zur U21 spricht der Ur-Löwe von einer "idealen Konstellation".

Der Alltag hat ihn längst wieder. Besitzt Daniel Bierofka doch inzwischen eine gewisse Übung in diesem waghalsigen Spagat. Noch vor sechs Wochen war er mal wieder als Retter bei den Profis gefragt, nachdem dort erneut ein Trainer gescheitert war. Anders als bei seiner ersten Rettungsmission, als er die 1860-Profis im Sommer 2016 mit drei Siegen in drei Spielen vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrte, wurden nun im Spätherbst 2016 in drei Partien nur drei Zähler verbucht. Dennoch gab Investor Hasan Ismaik anschließend deutlich zu verstehen, dass er sich den Ur-Löwen, unter welchem Chefcoach auch immer, als dessen Assistent wünschen würde. In „einem langen Gespräch mit Herrn Ismaik“, wie Bierofka erzählt, aber konnte er den Jordanier offenbar davon überzeugen, dass die auch ursprünglich angedachte Rückkehr zu seiner U21 „für den Verein am sinnvollsten ist“. Mit dem neuen Proficoach Vitor Pereira stehe er „im regen Austausch“, die derzeitige Konstellation bezeichnet er als „ideal“. Die für ein dauerhaftes Wirken im Profibereich nötige Fußballlehrer-Lizenz wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr in Angriff genommen.

Zurück in der Schattenwelt der Regionalliga befindet sich der 37-Jährige mit seinen Junglöwen seit 11. Januar in der Vorbereitung auf die verbleibenden 13 Saisonspiele, drei Testmatches wurden seither absolviert. Zuletzt feierte seine Mannschaft am Mittwoch mit einem 4:1-Erfolg über Bayernliga-Spitzenreiter SV Pullach (Tore: Ugur Türk, Angelo Mayer, Nicholas Helmbrecht, Moritz Heinrich) den dritten Sieg. Dass der Junglöwen-Coach jetzt wieder im Verborgenen arbeitet, scheint ihn keineswegs zu stören, nach zehn Tagen Familienurlaub habe das Kribbeln schnell wieder eingesetzt.

Mit dem Stand der Vorbereitung gibt er sich rundum zufrieden, am Montag geht es für eine Woche ins Trainingslager an der portugiesischen Algarve. Ihm stehen mit den beiden Rückkehrern Nico Andermatt (21, Mittelfeld, Wacker Burghausen) und Chaka Ngu’Ewodo (21, Angriff, SV Pullach) zwei Neuzugänge zur Verfügung, die sich aber „erst durchsetzen“ müssten. Dem steht lediglich der Abgang von Co-Trainer Michael Kokocinski gegenüber, der Bierofka im letzten Spiel vor der Winterpause (2:1 gegen Garching) vertreten hatte und sich nun Landesligist SV Türkgücü-Ataspor anschloss. Mit Denis Bushuev allerdings steht Bierofka ein alter Bekannter weiterhin als Assistent zur Seite.

Auf eine konkrete Zielsetzung möchte sich der Trainer der drittplatzierten Junglöwen zwar nicht festnageln lassen, dass „die Bayern nur zwei Punkte vor uns liegen“, erwähnt er aber trotzdem eher beiläufig. Am 26. März steht das Derby-Rückspiel (Hinspiel 0:0) auf dem Programm, der 1860-Coach, vor sechs Wochen noch im Rampenlicht der zweiten Liga, freut sich, wie er betont, schon heute darauf.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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