Bieros Doppel-Prüfung

Daniel Bierofka: Trainer-Lehrgang und Liga-Hürden - Der Februar wird zum Stress-Monat

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Löwen-Trainer Daniel Bierofka: Wird am 07. Februar 40 Jahre alt, hat aber keine Zeit zum Feiern.

Löwen-Trainer Daniel Bierofka hat mit seiner Doppelbelastung aus Trainerjob und Fußballlehrer-Lehrgang zu kämpfen. Nun will er seine Prüfung vorziehen, um sich ganz auf Heimspiel des TSV 1860 gegen den VfL Osnabrück konzentrieren zu können.

München - Nächsten Donnerstag feiert Daniel Bierofka seinen 40. Geburtstag. Doch von Feiern im engeren Sinne kann beim Löwen-Trainer keine Rede sein. Schon am Freitag geht’s zum schweren Auswärtsspiel nach Uerdingen (Samstag, 9.2., 14 Uhr), danach direkt wieder nach Hennef, wo die Endphase des Fußballlehrer-Lehrgangs begonnen hat. Um die Fahrerei schnellstens zu beenden und alle Konzen-tration auf den Klassenerhalt mit 1860 richten zu können, hat Bierofka nun sogar die für März angesetzten Prüfungen auf Februar vorgezogen. Doppel-Prüfung in Sachen Liga und Lizenz – der Februar wird für Bierofka zum Stress-Monat. „Ich zieh’ das jetzt durch“, sagt der Ur-Löwe, der sich bei aller Terminhatz eine gewisse Lockerheit bewahrt hat. Ob er eine bestimmte Prüfungsnote anstrebe? „Nein, für mich geht’s nur ums Bestehen. Obwohl, ein bisserl höher als fünf Punkte (Note 4) ist mein Anspruch schon…“ 

Den Anspruch beim Heimspiel gegen Tabellenführer Osnabrück am heutigen Samstag formuliert Bierofka nicht ganz so vorsichtig: „Wir sind Dritter in der Heimtabelle, es ist nicht leicht, uns zu Hause zu schlagen.“ Entscheidend werde sein,die „brutal sichere Defensive“ der Norddeutschen zu beschäftigen ohne allzu große Räume für Konter zu bieten. Nicht umsonst sei Osnabrück seit 14 Ligaspielen ungeschlagen. Sturm-Leihgabe Prince Osei Owusu (22) wird mangels Verinnerlichung der Laufwege wohl noch nicht in der blauen Startformation auftauchen.Vorgesehen ist die Jokerrolle.

Bierofkas Einschätzung: „Prince ist topfit, sehr schnell und leichtfüßig“, zudem stelle er mit seinen 1,90 Metern „was dar“. Gerne hätten die Löwen auch im zentralen Mittelfeld nachverpflichtet, der genussscheinfreie Kurs der Klubführung erlaubte es nicht. „Wir müssen momentan eher in die andere Richtung denken, dass wir den Kader abspecken und im nächsten Jahr weniger Spieler haben“, sagt Bierofka. „Deswegen war das Leihgeschäft mit Prince das Beste, was wir machen konnten.“ Neben Trainer- und wöchentlicher Spiel-Prüfung kommt für ­Bierofka also noch eine dritte hinzu: die Geduldsprüfung. Und vielleicht ist das sogar die schwerste.

Ludwig Krammer

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