Di Salvo und Göktan treffen in Gladbach

Das war Balsam für die Blauen

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Beim Tabellenführer und fast sicheren Aufsteiger Borussia Mönchengladbach holten die Löwen am Sonntag ein 2:2.

Mönchengladbach - Na also, ein schöner Achtungserfolg für den TSV 1860. Beim Tabellenführer und fast sicheren Aufsteiger Borussia Mönchengladbach holten die Löwen am Sonntag ein 2:2.

Das kann sich sehen lassen. Zur Pause lag die Truppe von Marco Kurz nach Toren von Göktan und Di Salvo sogar mit 2:1 in Führung, aber kurz nach dem Wechsel sorgte Nationalstürmer Oliver Neuville per Elfmeter mit seinem zweiten Treffer für den Ausgleich. „Wir haben trotzdem ein gutes Spiel gemacht“, fand Berkant Gökten, der sein neuntes Saisontor erzielte. „Schade nur, dass wir so schnell nach der Pause dieses blöde Tor kassiert haben.“

Allerdings war es ein klarer Elfmeter, Tschauner hatte den Ex-Löwen Rösler rüde umgehauen, und dann Pech gehabt, dass bei Neuvilles Elfer der Ball von seiner Hand ins Tor sprang. Glück hatte Tschauner allerdings, dass er vorher für sein Foul nicht vom Platz geflogen war. „Da hätte der Schiri auch Rot geben können“, gab Göktan zu.

Das 2:2 war am Ende ein durchaus noch wichtiger Punktgewinn für die Löwen, denn nach dem Sieg am Freitag von Kaiserslautern hätte sich der Vorsprung auf die Abstiegsränge im Fall einer Niederlage wieder auf sechs Punkte verringert. Und im Lager der Sechziger wäre höchstwahrscheinlich vier Spieltage vor Schluss wieder große Nervosität aufgekommen. So aber war das Unentschieden auch für die blaue Psyche Balsam. „Diesen Punkt haben wir uns ganz hart erarbeitet“, lobte Kapitän Danny Schwarz das Auftreten seiner Mannschaft.

Wobei man in der Anfangsphase durchaus große Angst um die Löwen haben musste. Gladbach vergab in der ersten Viertelstunde durch Rösler, Colautti und Ndjeng (traf nur die Latte) drei Riesenmöglichkeiten – da musste auch Marco Kurz draußen auf der Bank kräftig durchschnaufen.

Die neuformierte Löwen-Defensive (Berhalter und Hoffmann saßen erneut nur draußen) hatte ganz deutlich einige Startschwierigkeiten zu überwinden. Zum ersten Mal in dieser Saison durfte Nik Ledgerwood im defensiven Mittelfeld ran, da Lars Bender von der Nationalmannschaft angeschlagen zurückgekehrt war. Sein Bruder Sven saß 90 Minuten auf der Bank, so dass von den beiden Zwillingen an deren 19. Geburtstag keiner zum Einsatz kam.

Marco Kurz war insgesamt recht zufrieden. „Natürlich sind wir etwas glücklich in Führung gegangen“, sagte der Löwen-Coach, „aber wir wussten auch, dass wir hier Fußball spielen können. Wir hatten immer wieder unsere Möglichkeiten nach vorne. Und da du die Gladbacher Offensive nie ganz in den Griff kriegen kannst, war es ein richtig attraktives Spiel. Mit einem verdienten Punktgewinn für uns.“

Jetzt hofft Kurz, dass der „positive Trend aus den letzten beiden Spielen in den noch ausstehenden vier Partien fortgesetzt werden kann.“ Damit die Löwen unter eine ziemlich verkorkste Rückrunde doch noch einen etwas versöhnlichen Abschluss setzen.

Axel Strötker

Quelle: DPA

Quelle: tz

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