Löwen vertagen Feier

Diesen Gegner wünscht sich Mölders in der Relegation

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Sascha Mölders hat für die Relegation einen Wunschgegner. 

Auch wenn die Meisterschaft am Samstag noch nicht eingetütet wurde, spricht Sascha Mölders offen über einen möglichen Relegationsgegner für den TSV 1860 München. 

München - Frühsommerliche 26 Grad in München, beste Stimmung, keine Gefahr der Unterhopfung – es hätte alles gepasst für eine Meisterfeier auf Giesings Höhen. Ein Tor der SpVgg Schalding-Heining fehlte um 15.40 Uhr noch zur vorzeitigen Qualifikation für die Aufstiegsrelegation. Eine Viertelstunde später war alles Makulatur. Statt den 2:2-Ausgleich zu schießen, hatten sich die Schaldinger von Bayern II noch zwei Stück einschenken lassen. Und die Löwen standen dank des späten Ausgleichs der Augsburger Reserve zum 1:1 nur mit einem Punkt da.

„Natürlich hätten wir unseren Fans im letzten Heimspiel der Saison gerne einen Sieg und die Meisterschaft geschenkt“, sagte Daniel Wein. „Aber wir haben jetzt achtmal in Folge gewonnen, dann muss das auch mal drin sein.“

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Komplett auf Wellenlänge lag der Mittelfeld-Renner damit nicht mit seinem Trainer. Daniel Bierofka war hörbar angesäuert über die Art und Weise, wie die Löwen Mölders’ 1:0-Führung vergeigt hatten. „Da musst du einfach mal draufhauen und nicht noch einmal querlegen!“, rüffelte er Nico Karger für die vergebene Großchance in der 71. Minute. Und auch die Defensive bekam ihr Fett weg. „Schon die Flanke war schlecht verteidigt, dann kommt der Stürmer noch aus fünf Metern frei zum Kopfball. Trotzdem: Auch wenn das Unentschieden wehtut, wir haben noch alles selbst in der Hand. Ein Spiel müssen wir noch gewinnen. Beim Torverhältnis wird uns Bayern nicht mehr einholen.“

Am Dienstag (19 Uhr) geht’s auswärts gegen Illertissen, am Sonntag um 15.30 Uhr wartet das Derby gegen Bayern II, danach stehen noch die Gastspiele in Pipinsried und Bayreuth an. „Wann wir es fix machen, ist uns wurscht. Aber gegen Bayern hätte es einen besonderen Reiz“, sagt Wein.

Keine Angst vor dem Super-GAU bei den Löwen

Über den GAU mit vier Niederlagen redet bei 1860 nicht mal der größte Skeptiker. „Wir sind überzeugt, dass wir als Erster über die Ziellinie gehen werden“, befand Sportchef Günther Gorenzel am BR-Mikrofon. Auch in Sachen Timo Gebhart ist der Österreicher optimistisch: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass er uns in dieser Saison noch helfen wird. Und ich gehe davon aus, dass wir eine Lösung über 2018 hinaus finden werden.“

Sascha Mölders spricht schon über die Relegation: „Da der Meister unserer Staffel gegen einen Vertreter aus der Regionalliga Südwest antreten muss, würde ich am liebsten gegen Saarbrücken spielen. Die sind genau wie wir Tabellenführer – und dementsprechend wahrscheinlich der beste Gegner“, sagte er dem Magazin 11Freunde.

Sorgen gibt’s um Markus Ziereis. Der Stürmer zog sich am Samstag eine Oberschenkelverletzung zu. Bislang steht die Diagnose noch aus. 

Diese Choreo war meisterreif!

V.l.n.r.: Karl Valentin, Engel Aloisius, Ludwig II., Rudi Brunnenmeier, das Münchner Kindl, Helmut „Monaco Franze“ Fischer, Sissi, Pumuckl und Meister Eder Gustl Bayrhammer.

Auf dem Platz fehlt es den Löwen ohne Timo Gebhart spürbar an Kreativität, für die Ideen ist in diesem Jahr die Westkurve zuständig. Zum 860. Geburtstag der Stadt München zeigten die Fans am Samstag eine beeindruckene Choreografie, würdigten die aus ihrer Sicht größten Münchner. 

lk, ffu

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