Derby gegen Bayern als Ziel

Hamann sicher: „Ayre wird 1860-Stadionbau eilig vorantreiben“

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Ian Ayre wird neuer 1860-Geschäftsführer.

München - Ex-Liverpool-Spieler Dietmar Hamann erklärt die Aufgaben und Ziele des neuen 1860-Geschäftsführers Ian Ayre. Er ist sich sicher: „Das wird ein Langzeitprojekt.“ 

Lange pffifen es die Spatzen von den Dächern, Anfang Februar gaben die Löwen dann bekannt: Ian Ayre wird neuer Geschäftsführer an der Grünwalder Straße und wird „in naher Zukunft“ seine Arbeit aufnehmen. Ein dehnbarer Begriff, aber Ende März / Anfang April sollte der neue starke Mann, der für 1860 den FC Liverpool verlässt, in der bayerischen Landeshauptstadt aufschlagen. Einer, der Ayre aus seiner Zeit in England noch kennt, ist Ex-Bayer Dietmar Hamann, dessen Bruder Matthias von 1996 bis 1998 für die Sechziger spielte. Der 43-Jährige stehe nach eigenen Angaben in regelmäßigem Kontakt mit Ayre. 

„Er ist sich der Größe seiner Aufgabe bewusst und geht nicht für sechs Monate nach München, um mal am Chinesischen Turm ein Bier zu trinken“, sagte Hamann der Bild. „Das wird ein Langzeitprojekt.“ Der Ex-Liverpool-Star (1999 bis 2006) ist sich sicher, dass dank Ayres Kontakte demnächst bei 1860 Personen vorstellig werden, „die dort sonst nicht Platz nehmen würden.“ Aber auch Ayre werde abhängig vom sportlichen Erfolg sein. „Das Ziel wird ganz klar sein, wieder ein Derby gegen die Bayern zu spielen.“

Eines der vorrangigsten Projekte, das auf den neuen 1860-Geschäftsführer warten, ist laut Hamann der Bau einer neuen Löwen-Spielstätte: „Den wird er eilig vorantreiben, damit es nicht fünf, sondern vielleicht nur zwei Jahre dauert. 1860 braucht ein eigenes Zuhause, sie haben keinen Heimvorteil.“

Dietmar Hamann kennt Ian Ayre aus seiner Zeit beim FC Liverpool und steht mit ihm in Kontakt.

Eine Sache, die in den vergangenen Monaten in der Öffentlichkeit für ordentlich Wirbel gesorgt hat, ist die Tatsache, dass bei 1860, seit Anthony Power die Geschäfte interimsweise führt, die Amtssprache Englisch sein soll. Hamann missfällt das, denn ein Verein wie die Blauen dürfe seine Identität nicht verlieren. Aber der Ex-Nationalspieler glaubt auch, dass sich daran unter Ayre etwas ändern könnte. „Der Verein darf seine Wurzeln nicht verlieren“, so Hamann. „Da Ian aber lange in Asien gearbeitet hat, und meines Wissens in kürzester Zeit Chinesisch gelernt hat, wird er auch sehr schnell Deutsch lernen. Er weiß, dass er das machen muss.“

Spannende Zeiten, die auf die Löwen warten.

fw

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