Ein Dankeschön verhilft 1860 zu Geld

Ein Trikot – über 8000 Namen

Daumen hoch! Benny Lauth zeigt das Weihnachtstrikot. Jeder Jahreskarteninhaber mit guten Augen kann seinen Namen darauf nachlesen.
+
Daumen hoch! Benny Lauth zeigt das Weihnachtstrikot. Jeder Jahreskarteninhaber mit guten Augen kann seinen Namen darauf nachlesen.

In diesem Fall sind Namen mal nicht Schall und Rauch. Über 8000 Dauerkartenbesitzer und Sponsoren sind am Sonntag beim Derby des TSV 1860 gegen den 1. FC Nürnberg 90 Minuten lang auf dem Spielfeld der Allianz Arena „dabei“.

Denn die Löwen laufen mit extra angefertigten Trikots auf, auf denen alle Namen der treuesten Fans und Geldgeber verewigt sind. Frei nach dem Motto: Ihr tragt die Mannschaft – Die Mannschaft trägt euch.

Eine nette Idee ist’s auf jeden Fall und eine, die sogar noch von finanziellem Vorteil sein dürfte. Denn die Trikots können bis 18. Dezember zum Preis von 99 Euro bestellt werden (näheres auf der Löwen-Homepage ). Anzunehmen, dass sich viele, deren Name sich auf dem Trikot befindet, das exklusive Teil auch gönnen werden. Würden es alle tun, könnte sich der TSV 1860 sogar über eine Bruttoeinnahme von rund 800 000 Euro freuen.

Von Grosser bis Bierofka - Kapitäne der Sechzger

Fotostrecke

Für alle Löwen-Fans das Wichtigste jedoch: Dass der Name Bierofka am Sonntag in der Aufstellung zu lesen ist. Zehn Wochen nach seiner Bandscheibenoperation befindet sich der Kapitän wieder im Kader des TSV 1860. Ob Bierofka gleich von Anfang an ran darf, wollte Marco Kurz nicht verraten. Aber auch nicht ausschließen. „Daniel ist zwar noch nicht der Alte, aber spielfähig“, sagte der Löwen-Coach, „schließlich nehme ich keine Touristen mit…“

Und Kurz lobte einmal mehr Bierofkas Willen, so schnell wie möglich zurückzukommen nach seiner OP: „Da sieht man, was einer mit Fleiß, Ehrgeiz und der richtigen Berufsaufassung erreichen kann. Ich hab’s von ihm auch nicht anders erwartet.“ Und schon gar nicht so, wie es Berkant Göktan tat, der während seiner Reha auf die falschen Stimulanzien setzte, die ein Comeback für immer unmöglich machten.

Bierofka macht allein schon die Vorstellung high, dass er am Sonntag vor rund 60 000 Zuschauern spielen kann. Dass der Club dabei als „Favorit“ in die Partie geht, juckt ihn wenig: „Wir sind für alle Außenseiter, und keiner erwartet, dass wir gewinnen. Und deshalb wollen wir es allen zeigen.“ Und mit einem Sieg dafür sorgen, dass in den nächsten Tagen vielleicht noch ein paar Dauerkartenbesitzer mehr aufs exklusive Trikot gelangen.

Was aus diesen Löwen wurde...

Fotostrecke

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare