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Falko Götz wird 50: Kritik am Ex-Klub

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Falko Götz trainierte den TSV 1860 bis 2004 © Getty

Berlin - Herthas früherer Trainer Falko Götz hat drei Tage vor seinem 50. Geburtstag heftige Kritik an seinem kriselnden Ex-Klub geübt, allerdings nicht am TSV 1860.

„Man sieht deutlich, dass der Verein sich in den letzten Jahren nicht mehr weiter entwickelt hat. Da muss mit eisernem Besen gekehrt werden“, sagte Götz dem sid.

Die Trainer des TSV 1860 der letzten 15 Jahre

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Mit großer Sorge verfolgt der frühere Bundesliga-Spieler von Bayer Leverkusen, 1. FC Köln und Hertha BSC die sportliche Talfahrt des Bundesligisten. „Das wird eine ganz enge Kiste. Die letzten Liga-Spiele gaben wenig Grund zu Optimismus“, sagte Götz, der die „Alte Dame“ im Jahr 2002 und von 2004 bis 2007 trainierte und zuvor mit dem TSV 1860 Richtung Abstieg getrudelt war.

Der Absturz kam für Götz nicht überraschend, der Klub trete seit längerer Zeit auf der Stelle. „Man sieht das gut im Jugendbereich. Da schafft kaum noch ein Spieler den Sprung zu den Profis. Gerade wenn ein Klub finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, muss man auf die Jugend setzen“, sagte Götz, der gerne wieder als Trainer einsteigen würde.

Unter Götz schafften in Berlin Talente wie Ashkan Dejagah oder die Brüder Kevin und Jerome Boateng den Sprung in die erste Mannschaft. Im Jahr 2005 fehlte dem Hauptstadt-Klub am Saisonende nur ein Tor, um sich für die Champions League zu qualifizieren. Am 10. April 2007 wurde Götz mit seinem damaligen Assistenten Andreas Thom entlassen.

Im Anschluss war Götz Trainer bei Holstein Kiel und führte die „Störche“ in die 3. Liga. Im vergangenen Jahr übernahm der Berliner die Nationalmannschaft Vietnams. „Ich habe das Team vom 154. auf den 98. Rang der Weltrangliste geführt. Dennoch musste ich nach acht Monaten gehen“, sagte er. Eine genaue Erklärung für den Rauswurf habe er bis heute nicht bekommen.

Zu seinem Geburtstag am Montag reist Götz mit Frau Rita nach Istanbul. Dort hat er immer noch Freunde. Von 1992 bis 1994 spielte er für Galatasaray. Seine aktive Laufbahn begann in der DDR bei Dynamo Berlin. 1983 setzte er sich in den Westen ab und schloss sich Bayer Leverkusen an. Sein größter Erfolg als Spieler war der Gewinn des UEFA-Cups mit der Werkself im Jahr 1988.

sid

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