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„Wir haben einen geilen Januar vor uns“: Köllner nach erfolgreichem Jahresabschluss euphorisch

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Von: Ludwig Krammer

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Technische Finesse im letzten Spiel des Jahres: Löwe Stefan Lex spielte Würzburgs Torwart Hendrik Bonmann aus und traf zum 2:0.
Technische Finesse im letzten Spiel des Jahres: Löwe Stefan Lex spielte Würzburgs Torwart Hendrik Bonmann aus und traf zum 2:0. © SAMPICS

Der TSV 1860 München verabschiedet sich mit einem Sieg in die Weihnachtspause. Michael Köllner freut sich über „perfekten Konterfußball“ und auf den Januar.

Würzburg – Michael Köllners Wunschzettel war klar formuliert: „Wir wollen das Jahr mit sechs Punkten abschließen und den Fans ein einigermaßen versöhnliches Weihnachtsfest bescheren.“

Gesagt, getan! Mit dem 3:0 (2:0)-Sieg bei den Würzburger Kickers schraubten die Löwen ihr Punktekonto auf 29 und gehen als Tabellen-Zehnter mit „nur“ sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz in die kurze Winterpause. Marcel Bär und Stefan Lex nutzten ihre einzigen Chancen im ersten Durchgang eiskalt, erneut Bär machte nach der Pause den Deckel drauf. Die abstiegsgefährdeten Würzburger waren beim Geisterspiel auf dem Dallenberg zwar eine halbe Stunde lang klar überlegen, scheiterten jedoch an ihrer Inkonsequenz.

„Am Anfang waren wir zu vorsichtig, aber wir haben uns reingeschmissen und einen perfekten Konterfußball gespielt“, lobte Köllner sein Team. „So freut sich am Ende der ganze Verein.“ Dokumentiert durch Präsident Robert Reisinger und Investorenvertreter Anthony Power, die die Mannschaft nach Abpfiff im Kreis beglückwünschten. Köllners Ausblick: „Wir haben einen geilen Januar vor uns mit den Spielen im Pokal gegen den KSC und in der Liga gegen Wehen und Türkgücü.“ Aussichtslos erscheint die Lage tatsächlich nicht mehr. Die Frage nach einem Winterzugang beantwortete Köllner mit einem Lächeln: „Wir haben eine gute Vereinsführung. Bis jetzt wurden mir alle Wünsche erfüllt.“

Wer würde den an einer Mandelentzündung laborierenden Spielmacher Richy Neudecker ersetzen? Köllner entschied sich letztlich gegen Erik Tallig und für Tim Linsbichler. Das 21-jährige Wiener Sturmtalent feierte sein Startelf-Debüt bei 1860. Im neuen 3-4-1-2-System agierte Linsbichler zumeist hinter den Spitzen Lex und Bär, kam jedoch selten zur Geltung.

Die erste halbe Stunde ging bei Temperaturen um den Gefrierpunkt klar an die Gastgeber, die auf den erkrankten Marvin Pourié verzichten mussten. Gegen tiefstehende Löwen sorgte David Kopacz für die erste gefährliche Aktion – sein Linksschuss aus 25 Metern strich nur knapp am rechten Pfosten vorbei (8.). Zwei Minuten später warf sich 1860-Keeper Marco Hiller nach einem Durcheinander im Strafraum erfolgreich in den Fünf-Meter-Knaller von Mirnes Pepic. Von neuer blauer Stabilität konnte nicht die Rede sein.

Dafür von absoluter Effizienz! 32. Minute: Belkahia spielt steil auf Stefan Lex, der legt von rechts in die Mitte, Marcel Bär ist am schnellsten – 1:0! Und nur fünf Minuten später der zweite Volltreffer: Bär steckt auf Lex durch, der umkurvt seinen Ex-Kollegen Hendrik Bonmann und schickt die Kugel mit links über die Linie. Die Jubeltraube war aufstiegsreif. Eine Befreiung wie vor Wochenfrist beim 2:0 in Dortmund. Und auch bei Schiedsrichter Badstübner konnten sich die Löwen bedanken. Der Referee sah in der 44. Minute über ein Foulspiel von Marius Willsch an Kopacz hinweg. Niemand hatte sich über einen Elfmeterpfiff beschweren können.

Szenen, die Wirkung bei den Würzburgern hinterließen. Gegen deutlich selbstbewusster auftretende Löwen gab’s in der zweiten Halbzeit keine echten Chancen mehr für die Roten. Für das einzige Highlight sorgten die Sechziger. Nach einem Ballgewinn von Dennis Dressel im Mittelfeld schlug Lex einen weiten Pass auf Bär, der Gegenspieler Kraulich abschüttelte und flach zum 3:0 vollendete (71.). Bärs Schlussworte: „Cello Bär läuft warm im kalten Winter! Ich bin froh, dass ich treffe. Jeder kämpft für jeden, so kann’s weitergehen.“ (Ludwig Krammer)

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