1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. 1860 München

Löwen-Startrekord: Yannick Deichmann nimmt nach Sieg kein Blatt vor den Mund: „Leck mich am A...“

Erstellt:

Von: Stefan Schmid

Kommentare

Yannick Deichmann beim Spiel gegen den Hallescher FC.
Yannick Deichmann beim Spiel gegen den Hallescher FC. © IMAGO/Wolfgang Fehrmann

Löwen-Torschütze Yannick Deichmann nahm gut gelaunt nach dem Sieg gegen Hallescher FC kein Blatt vor den Mund. Eine Spitze in Richtung Löwen-Bank verteilte HFC-Trainer André Meyer

München – Nachdem die Löwen im fünften Saisonspiel den fünften Sieg einfahren konnten, war Yannick Deichmann ein gern gesehener Gast bei den Feldreportern. Zu kurios war sein Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0, um das Gespräch mit dem Mittelfeldspieler nicht zu suchen. Aber auch zum restlichen Spiel sowie zur Leistung des Schiedsrichters hatte der Offensiv-Spieler was zu sagen, die auch Thema bei den Trainern war.

1860-Torschütze Deichmann mit „überragendem“ Gefühl

Dass sich die Löwen nach dem 3:1 Sieg gegen die Hallenser gut gefühlt haben, dürfte niemanden überraschen. Aber Yannick Deichmann hatte wohl einen besonderen Sahnetag, so redselig wie er sich am Mikrofon von Magenta Sport nach dem Spiel gab. Am ehesten konnte er aber über sich selbst lachen, denn seinem Tor zum 2:0 war ein etwas leichtfertiger erster Versuch aufs – vermeintlich – leere Tor vorausgegangen. Im zweiten Anlauf konnte er seinen Fehler beheben und im Nachgang auch darüber lachen. „Leck mich am Arsch, was soll ich dazu sagen“, so Deichmann ungläubig als er sich die Szene nochmal anschaut, aber auch richtiggehend feststellte: „Am Ende ist es ein Tor, drin ist drin.“ 

Angesprochen auf den Startrekord seiner Mannschaft fand der Mittelfeldspieler, nachdem er zunächst höchst euphorisiert davon gesprochen hatte, wie „überragend“ das Gefühl sei nach „fünf Spielen, fünf Siegen“, zurück zur professionellen Einschätzung. So wurde das Interview zum Ende hin zwar nicht weniger unterhaltsam, aber die ernsthafte Einschätzung kam bei der Bewertung der bisherigen Erfolge hinzu. „Für uns ist es geil, aber am Ende sind es für uns drei Punkte“, so Deichmann mit dem Blick auf das große Saisonziel Aufstieg.

Im zweiten Versuch war der Ball zum 2:0 dann drin.
Im zweiten Versuch war der Ball zum 2:0 dann drin. © IMAGO/Mladen Lackovic

 Halle-Trainer André Meyer kritisiert Löwen-Bank

Selbstverständlich ging auch an Deichmann nicht der Kelch vorbei, auf die Schiedsrichterleistung von Steven Greif und dessen Assistenten angesprochen zu werden. Immerhin vergab Greif 15 Karten, die Gelbe Karte gegen 1860-Trainer Michael Köllner mitgezählt. „Er hat sich sehr schnell in Schwierigkeiten gebracht mit den schnellen Gelben Karten“, so die ehrliche Einschätzung von Deichmann. Allgemein muss man den Akteuren, die später an die Mikrofone traten, zugutehalten, dass sie zwar eine offene, aber keine unfaire Kritik am Schiedsrichter äußerten.

Michael Köllner führte die unruhige zweite Halbzeit auch auf das Auftreten des Schiedsrichters mit Pfiffen am Fließband zurück und wähnte sich mit dieser Einschätzung auf selber Linie wie sein gegenüber André Meyer. Der hatte allerdings noch einen zweiten Schuldigen, für die teils unnötige Hektik in der Schlussphase ausgemacht: die Löwen-Bank, inklusive Michael Köllner. „Von der Löwen-Bank wurde viel Feuer reingebracht“, so Meyer nach der Begegnung. Sei es wie es sei, am Ende stehen drei weitere Punkte für den TSV 1860 München auf dem Konto. (sch)

Auch interessant

Kommentare