"Das ist auch richtig so"

Funkel begrüßt Rapport durch 1860-Präsidium

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Friedhelm Funkel.
  • Uli Kellner
    VonUli Kellner
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München - 1860-Coach Friedhelm Funkel hat bestätigt, dass das Präsidium sich das Team zur Brust genommen hat - und nicht nur einzelne Spieler. Er begrüßt die Maßnahme.

Schrille Pfiffe, scharfe Kommandos – wer sich am Dienstag dem Vereinsgelände des TSV 1860 näherte, der spürte sogleich: Hoppla, da ist Zug drin. Obwohl die Profis auf dem hintersten Platz trainierten, trug der Wind die Begleitmusik bis vorne, zu Christls Biergarten.

Dort saß allerdings keiner am Dienstag. Als Löwen-Fan ist man sauer gerade, spätestens seit dem lahmen Auftritt von Ingolstadt (0:2). „Begleitschutz“ statt kerniger Zweikämpfe hatte Friedhelm Funkel in den ersten 30 Minuten wahrgenommen. Die Konsequenz daraus war das eingangs beschriebene Szenario.

„Es ging richtig zur Sache“, gab der Coach hinterher seine Trainingseindrücke wieder. „Es gab auch das ein oder andere, wo man sich wehgetan hat. Das war richtig gut. Da war ich sehr zufrieden.“ Auch Chefkämpfer Dominik Stahl, der am Freitag schmerzlich vermisst wurde, sagte: „Es war schon ein ganz anderes Feuer drin. Das müssen wir jetzt mitnehmen ins Spiel.“

Denn am Samstag wird der SC Paderborn in der Arena vorstellig. Klingt lösbar, ist aber die undankbarste Aufgabe, die die 2. Liga momentan zu bieten hat: Fünf Siege in Serie hat der neue Tabellendritte geholt, darunter ein 1:0 beim FCK und jüngst das 1:0 in Köln. Auch das 6:1 in Düsseldorf war nicht ohne. Der genesene Stahl liegt vermutlich nicht falsch, wenn er sagt: „Wir müssen uns am Riemen reißen. Gar nicht lang reden – einfach Gas geben!“

Ganz ohne Gespräche ging es freilich nicht. Dafür hat schon das Präsidium gesorgt. Gerhard Mayrhofer bestritt zwar via „Bild“, dass er einzelne Spieler im 3. Stock antanzen ließ („Vielleicht waren die ja auf dem Klo“). Funkel jedoch bestätigte am Dienstag: Ja, der Präsident habe sich das gesamte Team „zur Brust genommen“, nicht nur den Mannschaftsrat. Seine Meinung dazu: „Das ist auch richtig so. Im November haben wir uns schon mal alle zusammengesetzt. Es ist immer gut, wenn kommuniziert wird.“

Funkel hofft nun, dass ein Ruck durchs Team geht. Anders als das Umfeld lässt er keine Zweifel am Charakter seiner Spieler zu: „Mit der Einstellung hat das überhaupt nichts zu tun.“ Eher will er den Hebel bei der Aufstellung ansetzen. Streichkandidaten sind: Adlung, Lauth, Stark und Wojtkowiak. Ludwig, Stahl, Volz, Weigl könnten sie ersetzen. Nicht zwingend in einer 4-1-4-1-Betontaktik. Funkel: „4-2-3-1 wäre auch eine Möglichkeit.“

Uli Kellner

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