Nachwuchskeeper und Idol teilen Zimmer

Georg Szekely – der neue Király?

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München - Und noch ein Ungar fürs Löwentor. Neben Gabor Király ist im Trainingslager in Bad Häring auch Georg Szekely dabei. Dass er mit seinem Idol das Zimmer teilt, ist für ihn "phänomenal".

Der 18-Jährige durfte als dritter Torhüter nachrücken, nachdem Vitus Eicher wegen seiner Sehnenverletzung zu Hause bleiben musste. Für den Youngster, der seinen Platz eigentlich bei den A-Junioren hat, ein Erlebnis der ganz besonderen Art. „Schon als kleiner Bub war Gabor mein absolutes Vorbild“, sagt Georg Szekely. „Und jetzt liege ich hier mit ihm gemeinsam auf einem Zimmer. Phänomenal.“

Man spürt förmlich die Ehrfurcht, die der Realschüler, der demnächst die mittlere Reife ablegt, dem 19 Jahre älteren Rekordnationaltorhüter (89 Länderspiele) entgegenbringt. Wobei Szekely ihm eins voraus hat. Er spricht ein astreines Deutsch, während bei Király der drollige Piroschka-Akzent mitschwingt.„Ich bin ja auch schon mit zwölf Jahren nach München gekommen“, erklärt Szekely, „und habe damals in Milbertshofen und bei Planegg mit dem Fußballspielen angefangen.“ Zwei Jahre später zogen Georg und seine Eltern wieder zurück in ihre Heimatstadt Budapest, wo es Szekely aber nicht mehr so gefiel. „Mir hat die Mentalität in Deutschland einfach besser gelegen und deshalb bin ich dann allein zu meinem Opa gezogen, der schon viele Jahre in München lebt.“ Szekely: „Der war immer schon Löwenfan und hat mir, als ich sieben Jahre alt war, ein Lauth-Trikot geschenkt.“ Der war damals gerade Nationalspieler geworden und natürlich auch einer, den der kleine Georg verehrte. „Und jetzt“, sagt er mit einem Lächeln, „haut mir Benny im Training die Bälle rein. Oder ich halte den ein oder anderen.“

Gabor Király wirft in diesen Tagen natürlich ein besonders aufmerksames Auge auf seinen Landsmann („Ich könnte wirklich sein Vater sein“) und sagt: „Georg bringt durchaus einiges an Talent mit, aber er muss natürlich noch viel an sich arbeiten.“ Den ein oder anderen Tipp für Szekely gibt er natürlich gerne. Király: „Da reden wir dann ungarisch miteinander. Ansonsten aber nur deutsch.“ Aus Respekt den Mannschaftskollegen gegenüber.

Der Routinier im Löwentor wurde unlängst übrigens wieder mal ausgezeichnet. Király: „Das Bundesland meiner Heimatstadt Szombathely hat Persönlichkeiten in verschiedenen Sparten, Ärzte, Wissenschaftler, Unternehmer usw., geehrt. Ich wurde zur Nummer eins für den Bereich Sport gewählt. Da geht es aber nicht nur um die fußballerischen Leistungen, sondern auch darum, was man sonst noch für die Gesellschaft leistet.“

So weit wird es Georg Szekely, der gerade beim TSV 1860 („Ich bin ein richtiger Fan dieses Vereins“) bis 2015 verlängert hat, nie bringen. Er ist in Budapest geboren…

tz

Quelle: tz

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