Löwen wollen Torjäger halten

Poschner: Okotie-Verlängerung "wird nicht einfach"

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Die Löwen wollen unbedingt mit dem Toptorjäger Rubin Okotie verlängern.

München - Die Hinrunde der Löwen war enttäuschend. Der Löwen-Sportchef Gerhard Poschner ist jedoch zuversichtlich, dass im neuen Jahr vieles besser wird.

Der Trend zeigt nach oben. Mit zwei Unentschieden gegen starke Gegner wie den 1. FC Kaiserslautern und gegen RB Leipzig verabschiedeten sich die Löwen in die Winterpause. Mit dem Punkterfolg gegen die Leipziger konnte man immerhin auf einen Nichtabstiegsplatz vorrücken. Das Ausgleichstor für die Löwen schoss mal wieder der Torgarant Rubin Okotie. Mit nun zwölf Toren ist er der Toptorjäger der zweiten Bundesliga und weckt das Interesse zahlreicher Vereine. Der Vertrag des Österreichers läuft noch bis 2016.

Poschner will mit Okotie verlängern: "Wir werden alles dafür tun"

Die Löwen würden am liebsten heute als morgen mit Okotie verlängern, doch man will nichts überstürzen. Sportchef Gerhard Poschner äußerte sich gegenüber dem Kicker  zu der Personalie Okotie und ist sich der Schwierigkeit einer Vertragsverlängerung bewusst: "Es wird nicht einfach, mit dem Torschützenkönig der 2. Liga zu verlängern, dessen sind wir uns bewusst. Dennoch ist es unser Wunsch, dass Rubin über die Saison hinaus bei uns bleibt. Wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten alles dafür tun."

Verletztenliste wird kleiner

Doch auch abgesehen von Okotie hat Poschner Grund zu Hoffnung für eine bessere Rückrunde der Löwen. Denn im neuen Jahr werden viele der verletzten Spieler zurückerwartet. "Mit Kai Bülow und Dominik Stahl rechne ich schon zum Vorbereitungsstart am 8. Januar. Rodri, Edu Bedia und Stephan Hain werden dann hoffentlich in den nächsten Wochen folgen", sagte Poschner. Zudem sei er sehr zufrieden mit der Entwicklung der vielen Talente wie Julian Weigl und Maxi Wittek oder auch Marius Wolf und Fejsal Mulic.

Angst, dass die jungen Spieler mit dem Abstiegskampf in der zweiten Liga überfordert sein könnten, hat er dabei nicht: "In einer sehr schwierigen Lage haben sie das super gemacht. Ich denke, dass sie für die Zukunft viel Selbstvertrauen mitnehmen konnten", so Poschner.

Bilder: Diese Ex-Sechziger steigerten ihren Wert

Bilder: Diese Ex-Sechziger steigerten ihren Wert

Nicht jeder, der die Löwen verlassen hat, wurde woanders besser. Doch es gibt einige Beispiele von großen Wertsteigerungen. Für die folgenden Spieler, die die Löwen seit 2005 verließen, kassierte der Verein 17,75 Millionen Euro - heute sind sie 96,5 Millionen Euro wert. © MIS
04/05: Martin Stranzl (für 650.000 zum VfB, heute Abwehrchef in Gladbach). © sampics
06/07: Matthias Lehmann (für 900.000 zu Alemania Aachen, später Bundesliga für Aachen, St. Pauli, Frankfurt, Köln). © sampics
07/08: Marcel Schäfer (für 1,2 Mio. zu Wolfsburg, später Meister (2009) und Nationalspieler (acht Länderspiele). © sampics
Daniel Baier (für 450.000 zu Wolfsburg, heute Führungsspieler in Augsburg). © sampics
08/09: Timo Gebhart (für 3,2 Mio. zum VfB, später Bundesliga­spiele für Stuttgart und Nürnberg). © sampics
09/10: Lars Bender (für 2,5 Mio. zu Leverkusen, heute Nationalspieler). © sampics
Sven Bender (für 1,5 Mio. zu Dortmund, heute zweifacher Deutscher Meister, Pokalsieger, Nationalspieler). © sampics
Fabian Johnson (für 1,1 Mio zu Wolfsburg, heute WM-Teilnehmer und Stammspieler in Gladbach). © sampics
Julian Baumgartlinger (für 200.000 zu Austria Wien, heute Führungsspieler in Mainz). © sampics
10/11: Peniel Mlapa (für 1,3 Mio. zu 1899 Hoffenheim, später Bundesligaspiele für Hoffenheim und Gladbach). © sampics
José Holebas (für 900.000 zu Piräus, später 18 CL-Spiele und WM Teilnahme, heute bei AS Rom). © sampics
Volland (für 700.000 zu Hoffenheim, heute Star der TSG und Nationalspieler). © sampics
Moritz Leitner (für 800.000 zu Dortmund, später Doublesieger 11/12, heute Kapitän der deutschen U 21). © sampics
12/13: Stefan Aigner (ablösefrei zu Frankfurt, heute dort Stammspieler). © sampics
13/14: Daniel Halfar (für 250.000 zum 1. FC Köln, heute dort Bundesligaspieler). © sampics
14/15: Moritz Stoppelkamp (für 700.000 zum SC Paderborn, dort jetzt Stammspieler). © sampics
Yuya Osako (für 1,5 Mio. nach Köln). © sampics

pk

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