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Der 77-Millionen-Plan fürs Grünwalder Stadion: Solar-Dach und noch mehr Zuschauer

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Von: Klaus Vick

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Das Fassungsvermögen der Kultstätte auf Giesings Höhen soll auf 18.105 Zuschauer erweitert werden.
Das Fassungsvermögen der Kultstätte auf Giesings Höhen soll auf 18.105 Zuschauer erweitert werden. © AS & Partner, Hartmann

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Münchner Stadtrat für den Umbau des Grünwalder Stadions gestimmt. Jetzt muss der TSV 1860 eine Entscheidung fällen.

Großer Schulterschluss im Stadtrat für das Grünwalder Stadion: Der Sportausschuss beschloss gestern einstimmig, die Planung für den Ausbau auf Basis der Optimalvariante weiterzuverfolgen. Die kostet 77 Millionen Euro, sieht mehr Komfort sowie eine Komplettüberdachung mit geschlossenen Ecken vor – und macht die Arena fit für einen Spielbetrieb in der Zweiten Liga. Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) sagte: „Wenn wir schon so viel Geld ausgeben, soll auch das Beste herauskommen.“

Fraktionsübergreifend wurde von einem Bekenntnis zum Standort Giesing gesprochen. Und dass von dieser Investition Fans und Anlieger profitieren. Das Stadion inmitten der Stadt sei Kult, hieß es. Nun liegt der Ball bei den Löwen. Denn alle Parteien machten genauso deutlich, dass sie sich eine langfristige Zusage von den Vereinen – 1860 ist der Hauptnutzer – zum Spielort Grünwalder Stadion erwarten. Grünen-Stadtrat Beppo Brem: „Wenn wir heute entscheiden, rücken morgen noch nicht die Bagger an.“ Frühestens ab Mitte 2026 wird dies der Fall sein. Zuvor wird ab Oktober 2024 bis 2026 das Olympiastadion – der potenzielle Ausweichort – saniert. 

„Heute ist ein guter Tag für den Fußball – wenn die Löwen mitspielen.“

Kathrin Abele, sportpolitische Sprecherin der SPD.

Bürgermeisterin Dietl deutete indes an, dass der Zeitplan beschleunigt werden könnte, sollten die Löwen eine andere Spielalternative finden. Die Kapazität steigt von 15.000 auf 18.105 Zuschauerplätze. Aus Gründen des Klimaschutzes soll auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die grün-rote Rathaus-Regierung verständigte sich darauf, dass die Berechnung der Miete nach Abschluss der Sanierung zu marktüblichen Konditionen erfolgen soll. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wären das laut einem Papier der Verwaltung 1,5 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr für die nutzenden Vereine, wobei außer den Löwen nur noch die 2. Mannschaft des FC Bayern* im Grünwalder spielt.

Detailfragen, die nun zu klären sind. Unabhängig davon resümierte die sportpolitische Sprecherin der SPD, Kathrin Abele: „Heute ist ein guter Tag für den Fußball – wenn die Löwen mitspielen.“ (KLAUS VICK)  *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Zuletzt blamierten sich der TSV 1860 München und der 1. FC Saarbrücken im Pokal. Nun geht es für beide um den Aufstieg. Der Live-Ticker.

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