Jordanier habe deutsches Recht nicht verstanden

Hannover-Präsident Kind: „Ismaik tut mir leid“

Hasan Ismaik ist seit 2011 Investor des TSV 1860.
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Hasan Ismaik ist seit 2011 Investor des TSV 1860.

München/Düsseldorf - Martin Kind, Präsident von Hannover 96, hat sich auf einem Kongress über 1860-Investor Hasan Ismaik geäußert. Er empfindet offenbar Mitleid mit dem Jordanier.

Martin Kind ist ein Verfechter der Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Fußball, die besagt, dass Investoren oder Konsortien die Stimmenmehrheit bei Fußball-Vereinen übernehmen dürfen. Der Präsident von Hannover 96 sorgte bereits für die Abschaffung des Stichtages in der sogenannten „Lex Leverkusen“. Diese sorgte dafür, dass Investoren diese Regel außer Kraft setzen dürfen, die bis 1. Juli 1999 über 20 Jahre lang nachhaltig den Verein gefördert haben. Durch den Wegfall des Stichtages kann Kind 2018 die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA komplett übernehmen.

Mit großem Interesse scheint Kind auch Hasan Ismaik, seines Zeichens Hauptgesellschafter und Investor beim TSV 1860, zu beobachten. Auch der Jordanier hatte bereits mehrfach die Abschaffung der 50+1-Regel befürwortet und plant, weitere Anteile an den Löwen kaufen zu wollen. Doch Stand jetzt müsste Ismaik bis 2031 warten, damit er das dürfte.

Auf dem SPOBIS, Europas größtem Sportbusiness-Kongress, äußerte sich Kind nun zu Ismaik. "Bei 1860 tut mir der Investor leid“, sagte er. „Er hat das deutsche Recht nicht verstanden und verbrennt jetzt Geld für nichts."

Ismaik sah am Freitag einen glücklichen 2:1-Erfolg seiner Sechziger im Heimspiel gegen Greuther Fürth. Seit seinem Einstieg 2011 hat Ismaik über 60 Millionen Euro in den TSV 1860 investiert. Der angestrebte Aufstieg ist bislang nicht gelungen, die Löwen befinden sich vielmehr seit zweieinhalb Jahren im Tabellenkeller der 2. Liga.

fw

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