Julian Wiegl wechselt vom BVB zu Benfica Lissabon

Nach Benfica-Transfer: Weigl-Wechsel macht 1860 froh

Aus dem Pott nach Portugal: Weigl wechselt zu Benfica. afp

Julian Weigl wechselt von Borussia Dortmund zum portugiesischem Rekordmeister Benfica Lissabon. Nun profitiert auch der TSV 1860 München durch eine Klausel im Vertrag.

München – Die Blicke aus Giesing richteten sich im vergangenen Jahr regelmäßig nach Dortmund. Im Ruhrpott hegte nämlich ein gewisser Julian Weigl, ehemals Jugend- und Profispieler beim TSV 1860, seit geraumer Zeit einen Wechselwunsch. Der 24-Jährige war mit seiner sportlichen Situation bei Borussia Dortmund unzufrieden, weil er schon länger kein unumstrittener Stammspieler wie noch zu Anfangszeiten beim BVB war. Nun hat Weigl mit Benfica Lissabon einen neuen Arbeitgeber gefunden, wie der BVB am Silvestertag mitteilte. „Julian ist mit diesem Wunsch zu uns gekommen, und wir haben – auch aufgrund seiner Verdienste für den Verein – zugestimmt“, wird Sportdirektor Michael Zorc in der offiziellen Pressemitteilung zitiert.

Der Spieler selbst sagte: „Ich bedanke mich bei meinen Mannschaftskollegen, den BVB-Mitarbeitern und allen Fans dieses großartigen Clubs für eine tolle Zeit und werde Borussia Dortmund immer im Herzen tragen.“ Weigls Wechselwunsch haben sich die Dortmunder ordentlich vergüten lassen: Wenn man glaubt, was so in den portugiesischen Gazetten steht, dann beträgt die Ablösesumme, die Benfica an die Dortmunder überwiesen hat, bei 20 Millionen Euro.

Von dieser Summe wird wohl auch der TSV 1860 profitieren. Denn: Als die Löwen Weigl im Sommer 2015 nach Dortmund transferierten, wurde dem Vernehmen nach eine Klausel im Vertrag verankert, die 1860 im Falle eines Weitverkaufs Einnahmen garantieren soll. Von zehn Prozent ist die Rede, was bedeuten würde, dass die Blauen dank des Weigl-Wechsels zwei Millionen Euro kassieren. Viel Geld für den dauer klammen Drittligisten.

Der Benfica-Transfer ist für Weigl nun das Ende einer schier endlosen Wechsel-Posse. Bereits im Sommer 2018 plante der Mittelfeldspieler erstmals seinen Abschied aus Dortmund. Paris Saint-Germain, wo der frühere Weigl-Förderer Thomas Tuchel als Trainer übernahm, zeigte Interesse. Der gebürtige Bad Aiblinger wäre nicht abgeneigt gewesen, doch Dortmund schloss einen Wechsel kategorisch aus. Vergangenen Sommer signalisierten die BVB-Verantwortlichen Weigl dann, dass er den Klub bei einem entsprechenden Angebot verlassen dürfe. Daraufhin gab es konkrete Verhandlungen mit Inter Mailand, auch der FC Valencia zeigte Interesse. Trotzdem kam kein Wechsel zustande.

Weigl wurde zunehmend unzufriedener und trennte sich von seiner Berater-Agentur. Mit Neu-Berater Samy Wagner unternahm er nun den nächsten Wechsel-Versuch – mit Erfolg. In Portugal startet die Rückrunde bereits am kommenden Samstag, Tabellenführer Benfica gastiert dann bei Vitoria Guimaraes. Vielleicht schon mit Weigl auf dem Platz. 

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