Hat König den Kaiser gewatscht?

München - Franz Beckenbauer hat am Montag den Mann wiedergetroffen, der angeblich mit einer Watschn die Geschichte von FC Bayern und TSV 1860 beeinflusst hatte. Doch der Fall bleibt rätselhaft.

Irgendwie ist man jetzt auch nicht schlauer. Am Montagabend wurde in Blickpunkt Sport jener Mann präsentiert, der 1958 als Jugendspieler des TSV 1860 in einem Turnier in Neubiberg Franz Beckenbauer gewatscht haben soll. Woraufhin hin dieser nicht zu den Löwen, wie beabsichtigt, sondern zum FC Bayern wechselte. Aber mehr als ein „Ich war’s“ konnte der Herr namens Gerhard König auch nicht zur Aufklärung beitragen. Einen Beweis blieb er ebenso schuldig, wie zwei andere Jugendspieler, die sich in der Vergangenheit damit gerühmt hatten, dem Franz eine gelangt zu haben. Na gut. Der BR brachte am Montag im Olympiastadion die beiden Raufbolde von einst zusammmen – Kaiser traf König.

Franz Beckenbauer trifft den (angeblichen) Watschn-Mann

Franz Beckenbauer trifft den (angeblichen) Watschn-Mann

Irgendwie ist man jetzt auch nicht schlauer. In Blickpunkt Sport wurde jener Mann präsentiert, der 1958 als Jugendspieler des TSV 1860 in einem Turnier in Neubiberg Franz Beckenbauer gewatscht haben soll. © BR/Heinrich
Woraufhin hin dieser nicht zu den Löwen, wie beabsichtigt, sondern zum FC Bayern wechselte. © BR/Heinrich
Aber mehr als ein „Ich war’s“ konnte der Herr namens Gerhard König auch nicht zur Aufklärung beitragen. © BR/Heinrich
Einen Beweis blieb er ebenso schuldig, wie zwei andere Jugendspieler, die sich in der Vergangenheit damit gerühmt hatten, dem Franz eine gelangt zu haben. Na gut. © BR/Heinrich
Der BR brachte gestern im Olympiastadion die beiden Raufbolde von einst zusammmen – Kaiser traf König. © BR/Heinrich
Warum hat er denn so lange gewartet, bis er sich als Watschnmann geoutet hat? © BR/Heinrich
König: „Ich wollte es nicht publik machen, weil ich eine Gaststätte besaß und Angst davor hatte, dass mir Chaoten vielleicht die Bude kaputt hauen.“ © BR/Heinrich
Er meinte damit Löwen-Fans, die sauer darüber waren, dass König einen Wechsel von Beckenbauer an die Grünwalder Straße verhindert habe. © BR/Heinrich
Und wie kam’s zum Konflikt? König: „Der Franz hat mich ausgespielt, ich habe ein Tackling gemacht, daraufhin gab ein Wort das andere, und ich habe ihm die Watschn gegeben.“ © BR/Heinrich
Beckenbauer hörte schmunzelnd zu und ergänzte: „Ich war damals als Bub schon ein bisschen frech, gut möglich, dass es von mir ein paar entsprechende Worte gegeben hat.“ © BR/Heinrich

Warum hat er denn so lange gewartet, bis er sich als Watschnmann geoutet hat? König: „Ich wollte es nicht publik machen, weil ich eine Gaststätte besaß und Angst davor hatte, dass mir Chaoten vielleicht die Bude kaputt hauen.“ Er meinte damit Löwen-Fans, die sauer darüber waren, dass König einen Wechsel von Beckenbauer an die Grünwalder Straße verhindert habe. Und wie kam’s zum Konflikt? König: „Der Franz hat mich ausgespielt, ich habe ein Tackling gemacht, daraufhin gab ein Wort das andere, und ich habe ihm die Watschn gegeben.“ Beckenbauer hörte schmunzelnd zu und ergänzte: „Ich war damals als Bub schon ein bisschen frech, gut möglich, dass es von mir ein paar entsprechende Worte gegeben hat.“

Aber ansonsten war man am Montag recht nett zueinander. Beckenbauer: „So wie sich die Dinge anschließend entwickelt haben, muss ich dem König ja fast dankbar sein, dass er mir eine geschmiert hat.“ Sonst wäre er ja bei 1860 gelandet und wer weiß, wie sich die Dinge in Sachen Traumkarriere bei den Blauen entwickelt hätten. Beckenbauer grinste: Viermal deutscher Meister, Pokalsieger und Europacupsieger und einmal Weltpokalsieger wären die Löwen schon geworden mit mir. Aber der liebe Gott gibt einem den Weg im Leben vor, den man zu gehen hat, und bei mir war er halt rot statt blau.“ Sprach’s, gab Gerhard König die Hand und verabschiedete sich.

Überläufer! Spieler, die bei beiden Münchner Clubs kickten

Strecke

Und wir warten auf den Nächsten, dem plötzlich einfällt, dass er dem „Kaiser“ damals in Neubiberg eine verpasst hat...

cm

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