Lauth: „Platz drei im Blick“

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Benny Lauth (unten) beim Schlussjubel mit Eke Uzoma

München - Dürfen die Löwen nach dem Heimsieg gegen Hansa Rostock in der Tabelle wieder nach oben schielen? „Natürlich“, sagt Matchwinner Benny Lauth weitsichtig und erklärt, warum. 

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Knie-Ödem, sechs Tage ohne Training. Bis Mittwoch war es fraglich gewesen, ob Benny Lauth überhaupt würde mitwirken können gegen Hansa Rostock. Und dann legte der Kapitän am Freitag einSpiel hin, als hätte es nie im Leben eine Verletzung gegeben. Benny war spritzig, Benny war giftig, und: Sein Tor zum 1:0 war der Türöffner in einem Spiel, in dem es eine halbe Stunde lang überhaupt nicht gut ausgesehen hatte für die Löwen. „Deshalb war es in dieser Phase extrem wichtig, dass wir 1:0 in Führung gegangen sind“, sagte Lauth erleichtert nach dem Schlusspfiff. „Das Spiel war offen und so ein Tor macht dann für die Entwicklung einer Partie halt den Unterschied.“

Und einer wie er halt auch. Lauth nutzte den Fehler von Bülow eiskalt zum 1:0 aus. Auch, weil er wieder richtig fit war. „Es ging sehr gut, ich hatte überhaupt keine Probleme mit dem Knie“, freute sich Benny, „und auch das Minutenzählen hat jetzt endlich eine Ende.“ Zuletzt hatte Lauth im Oktober vergangenen Jahres beim 3:1 gegen den MSV Duisburg getroffen.

Fünf Tore hat Lauth jetzt auf dem Konto, nach seiner Ansicht nach wie vor zu wenig. „Was die Anzahl betrifft, ist durchaus noch Luft nach oben“, sagt er. Vergangene Saison hatte Lauth am Ende immerhin 15 Treffer vorzuweisen.

Darf man nach dem Heimsieg bei den Löwen in der Tabelle wieder nach oben schielen? „Natürlich“, sagt Lauth. „Wir haben jetzt eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, und die Mannschaft will sich weiter nach vorn arbeiten. Das spürt man. Ich habe Platz drei nach wie vor im Blick. Das muss ja auch so sein. Denn jetzt im Mittelfeld rumzueiern, ist ja nun wirklich nicht spannend. Aber, wir brauchen dazu auch die Hilfe der anderen Klubs.“

Interessant in diesem Zusammenhang: In einem Stern-Interview hatte Lauth vor dem Spiel seine Zukunft bei 1860 von einem Aufwärtstrend der Löwen abhängig gemacht. „Ich bin hergekommen, weil es für mich keinen größeren Anreiz gibt, als mit 1860 in der Ersten Liga zu spielen. Solange der Verein den Weg nach oben einschlägt, solange es voran geht, bin ich dabei.“ Lauths Vertrag endet 2011.

Auch Alexander Ludwig glaubt noch an den Relegationsplatz: „Wir schleichen uns jetzt auf leisen Sohlen heran. Jetzt sind wir sieben Spiele ungeschlagen, also fahren wir jetzt auch nach Karlsruhe, um dort drei Punkte zu holen.“ Dass er selbst zum Sieg gegen Rostock nicht viel Überzeugendes beigetragen hatte, gab Ludwig offen zu: „Ich habe nicht viel auf die Reihe gekriegt. Aber: Ich war dabei.“

Gefreut hat ihn diesmal die Effektivität. Ludwig: Wir hatten heute nicht so viele Chancen wie in Koblenz, aber die, die wir hatten, haben wir reingemacht.“ Und dann gab’s noch ein Lob für den Trainer. „Wir waren taktisch sehr gut auf Rostock eingestellt.“ Ewald Lienen wird’s mit einem Schmunzeln lesen…

Claudius Mayer

Quelle: tz

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