Lienen baut auf Schäffler

München - Wenn’s gegen Hansa Rostock geht, dann kommen bei Ewald Lienen Erinnerungen hoch. Was die Aufstellung seiner Löwen für Freitag angeht, muss er eine Sache klarstellen.

Von 1997 bis 1999 hatte er an der Ostsee gearbeitet und nur ganz knapp den Einzug ins internationale Geschäft verpasst. „Wir hatten eine tolle Mannschaft“, blickte der Löwen-Trainer am Donnerstag auf diese Zeit zurück und ratterte seine Stammelf von damals runter. Die Herren „Gansauge, Barbarez, Neuville“ etc. sind bei ihm nach wie vor sehr präsent und Lienen fügte stolz hinzu: „Wir wurden damals von den Bundesligaspielern sogar zur spielstärksten Mannschaft gewählt.“

So stark, dass er mit seinen Löwen gegen diese Mannschaft wohl keine Chance hätte – gegen das Hansa-Team von heute aber durchaus. Denn beide Klubs begegnen sich auf Augenhöhe. Der TSV 1860 ist 12. mit 23 Zählern, Rostock 13. mit der gleichen Punkteausbeute. Beide Teams haben 21 Tore geschossen, Hansa mit 25 drei mehr kassiert als die Löwen. Zahlen, die keinen vom Hocker reißen und wahrscheinlich auch nicht recht viel mehr heute Abend hinter dem warmen Ofen hervorlocken als jene 15 000, die sich bis Freitag schon per Dauerkarte oder im Vorverkauf einen Platz in der Arena besorgt haben. Der bisherige Minusrekord steht bei 19 200 im Heimspiel gegen Duisburg.

Seit Startelf-Debüt in dieser Saison darf heute wohl Manuel Schäffler geben. Lienen sah sich am Donnerstag bemüßigt, in Sachen des 20-jährigen Stürmers etwas klarzustellen: „Wenn ich mich zuletzt nach einem Trainingsspiel etwas flapsig über Manuel geäußert habe, dann war das nicht despektierlich gemeint. Er ist eines unserer großen Talente, auf das wir langfristig setzen wollen. Ich habe nichts gegen ihn und ich halte ihn auch nicht für einen schlechten Spieler.“

Claudius Mayer

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © Sampics

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