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Ewald Lienen: Eklat nach der Pleite

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Löwen-Trainer Ewald Lienen verweigerte Marco Kurz den Handschlag. © eyep.tv

München - Wir woll’n den Trainer seh’n, wir woll’n den Trainer seh’n!“ Die Lauterer Fans waren außer sich vor Glück nach diesem 1:0 durch Jendriseks Tor in der 32. Minute beim TSV 1860.

Und Marco Kurz tat ihnen den Gefallen, Arme hoch, pflichtschuldig gegrinst – und gut war’s. Nur nicht zuviel Euphorie aufkommen lassen nach gerade mal elf Spieltagen. So kennt man ihn, den Marco. Und so schätzt man ihn in der Pfalz.

Einmal die 6: Die Löwen in der Einzelkritik

Nur bei Ewald Lienen hatte Kurz keine guten Karten nach dem Spiel. Mit der Begründung, in den letzten Spielminuten provoziert zu haben, verweigerte der Löwen-Coach seinem Vor-Vorgänger den Handschlag vor der Pressekonferenz. Was Kurz mit Unverständnis quittierte. Unverständnis regierte auch bei den Löwen-Fans. Torben Hoffmann & Co. wurden wüst beschimpft und beleidigt, auch „Lienen raus“-Rufe mischten sich in die blaue Symphonie der Empörung. Wieder eine Pleite, wieder nur mit zwei, drei eigenen Torchancen. An Allerheiligen um viertel nach drei waren die Löwen endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Und jetzt? Trainer raus? Nein. Diese Diskussion wollen die Verantwortlichen nicht führen. Ein Grollen aus den Reihen der Meisterlöwen, mehr ist in dieser Richtung nicht zu vernehmen (zumindest nichts Zitierfähiges). Und auch Kapitän Benny Lauth, nicht wirklich ein Lienen-Freund, bricht eine Lanze für den Coach: „Wir können dem Trainer nicht die Schuld geben, wenn wir nicht umsetzen, was er verlangt.“ Gegen Lautern war die Planlosigkeit mal wieder nicht zu übersehen. Sascha Rösler war als Strippenzieher (für den verletzten Alexander Ludwig) ein Totalausfall, und wie die Löwen mit Rückständen umgehen, ist hinlänglich bekannt: sie holen sie nicht auf.

„Wir haben gut angefangen, hatten eine Chance durch Kaiser und bekamen ein reguläres Tor von Lauth aberkannt“, sagte Lienen. „Und dann wiederholte sich die Geschichte. Mit dem zweiten Angriff geht Lautern in Führung und wir laufen wieder hinterher.“ Auch in der Tabelle. Platz 15, Sichtweite zum Abgrund- so stellt sich die Situatiopn dar. Und jetzt kommen zwei Auswärtsspiele in Cottbus und Bielefeld. Der November droht heiß zu werden. Noch heißer als angenommen.

Ludwig Krammer

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