Lienen zürnt: Unprofessionell!

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Ewald Lienen war während und auch nach dem Spiel sauer.

München - Mit leerem Blick stand Benny Lauth in der Reporterzone. Die Heimniederlage gegen den KSC und sein vergebener Elfmeter Ende der ersten Halbzeit hatten dem Löwen-Kapitän zugesetzt.

 „Es war mein erster verschossener Elfer überhaupt“, rekapitulierte Benny seinen Lattentreffer. „Wenn ich den Elfmeter reinmache, geht‘s wahrscheinlich anders aus. Aber so Abende gibt’s.“ Nur sollte es nicht zu viele davon geben. Sonst muss man um die Gesundheit von Ewald Lienen fürchen. Der Trainer konnte seinen Zorn über die Defensiv-Fehler nur schwer im Zaum halten: „Zum 1:1 gibt es nicht viel zu sagen. Das ist tödlich. Das hat mit Undiszipliniertheiten zu tun, die wir heute im defensiven Mittelfed gezeigt haben. Ich hatte meine Spieler dazu verdonnert, im defensiven Mittelfeld diszipliniert zu arbeiten, aber das war nicht der Fall. Sofort bei der ersten Situation waren wir nicht da, das war lächerlich und unprofessionell, darüber ärgere ich mich maßlos!“

Lienens Analyse war kurz und knapp: „Erst der Ausgleich, dann den Elfmeter zu verschießen. Das waren zwei Knackpunkte. Man hat in der Kabine gespürt, dass das für die Moral tödlich war.“ Die Konsequenzen aus der Pleite? Lienen: „Koblenz war am ersten Spieltag defensiv fürchterlich, bei allem Respekt, die haben uns spielen lassen. In Rostock sind die Fetzen geflogen und heute auch, da haben wir nicht dagegengehalten. Wir werden daran arbeiten, dass unser Spiel nach vorne besser wird.“

Bilder des Spiels und Einzelkritik

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Vielleicht ist es von Vorteil, dass die nächste Bewährungsprobe schon am Freitag ansteht. Beim punktlosen Schlusslicht Ahlen müssen die Löwen siegen, um einen Fehlstart zu vermeiden. Keeper Gabor Király: „Vier Tage zur Analyse müssen reichen. Im nächsten Spiel muss endlich wieder was kommen, wir dürfen nicht bis zum zehnten Spieltag brauchen. Wir haben eine gute Qualität in der Mannschaft, aber wir rufen sie nicht ab.“ Woran das liegt? An der fehlenden Abstimmung, an mangelnder Kreativität im Mittelfeld? Auch Lauth ist ratlos: „Der KSC stand heute gut hinten drin, wir haben nicht die nötigen Pässe und 1-zu-1 Situationen gefunden, um sie zu knacken.“

Király legt den Finger in die Wunde(n): „Wir haben dem KSC viel zu viele Räume gegeben, uns nicht zugehört. Das muss besser werden.“ Kenny Coopers abschließender Ratschlag: „Wir dürfen jetzt nicht zu lange trauern, das nächste Spiel ist schon am Freitag.“ Bis dahin gibt’s einiges zu tun für Lienen und sein Team…

pow, gs

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