Löwen-A-Junioren: Der Stolz des Vereins

Seine Schützlinge sind auf einem guten Weg: Ivica Erceg, verantwortlich für die U 19 der Löwen.

München - Als Stolz des TSV 1860 München können mit Fug und Recht die A-Junioren bezeichnet werden. Wieder einmal lastet also die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf den schmalen Schultern des Nachwuchses.

So schwierig die Zeiten für den TSV 1860 auch mal wieder sind, so sehr einmal mehr um das Überleben gekämpft werden muss und so düster selbst eine mittelfristige Prognose derzeit ausfällt, sportlich zumindest läuft es bei den Löwen in dieser Saison besser, als zu befürchten war. Die Profis spielen eine ordentliche Hinrunde und haben im Gegensatz zu den Vorjahren immerhin den Kontakt zur Spitzengruppe noch nicht frühzeitig verloren.

Auch die U 23 konnte mit dem achten Rang die Erwartungen durchaus erfüllen, wenngleich hier wesentlich mehr möglich gewesen wäre. Im Juniorenbereich indes liegt die U 17 auf einem hervorragenden dritten Platz und hat damit alle Chancen, sich im neuen Jahr noch für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Als Stolz des gesamten Vereins können jedoch mit Fug und Recht die A-Junioren bezeichnet werden. Wieder einmal lastet also die Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf den schmalen Schultern des Nachwuchses. Namen wie Kevin Volland und Markus Ziereis tauchten schon im Profibereich auf, ein Moritz Leitner, eigentlich ebenfalls noch A-Junior, ist bereits dort etabliert und längst verkauft. Trainer Ivica Erceg steht dennoch ein schlagkräftiges Team zur Verfügung, das zudem im bisherigen Saisonverlauf gewiss nahe am Limit agierte. Denn dass die Junglöwen als Tabellenführer überwintern, darf getrost als faustdicke Überraschung bezeichnet werden.

Immerhin konnte doch so namhafte Konkurrenz wie Stuttgart, Kaiserslautern, Hoffenheim, Frankfurt sowie die lokale Konkurrenz von der Säbener Straße distanziert werden. In 13 Spielen gelangen zehn Siege, lediglich beim VfB Stuttgart (2:5) sowie in Nürnberg (1:5) musste man den Platz als Verlierer verlassen. Allerdings stehen noch beide Derbys aus, da vor elf Tagen das Hinspiel beim FC Bayern dem Wintereinbruch zum Opfer fiel. Aufgrund der enormen Verletzungssorgen kam Kurt Niedermayers Bayern-U-19 die Absage wohl nicht ungelegen, hatte doch Ercegs Elf eine Woche zuvor auf dem eigenen Kunstrasen den FSV Mainz mit 2:0 besiegt.

Als Erfolgsgeheimnis beschreibt Erceg eine „gute Mischung zwischen Kämpfern und Technikern“, zudem bedinge die starke Runde ein „gewachsenes Selbstvertrauen“ sowie „gute Stimmung, es macht viel Spaß“. Ursprünglich hatte man „eine gute Rolle spielen“ und sich am Ende „unter den ersten Fünf“ wiederfinden wollen, beschreibt der 35-jährige Übungsleiter die Zielsetzung vor Saisonbeginn. Seine Elf biete jedoch „guten Fußball“ und hätte sich „diese Ausgangsposition nach 13 Spielen verdient“.

Getragen werden die stürmischen Junglöwen neben Torjäger Ziereis (acht Treffer) von Philipp Steinhart, der als Einziger alle Partien vom Anbis zum Abpfiff absolvierte und zwei Tore schoß, sowie von Kapitän Andreas Geipl, dem fünf Treffer gelangen. So schwer die Zeiten auch sein mögen, ein Blick in die Zukunft spendet bei den Löwen dennoch unvermindert Zuversicht.

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