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Löwen-Aufstieg: Nur zwei Vereine machen Hoffnung

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Die Löwen stehen nach dem 20. Spieltag mit 35 Punkten und sieben Zählern Rückstand auf den Relegationsrang auf Platz 6. © Getty

München - Die Löwen blasen zur großen Aufholjagd, können zunächst aber nur zusehen. Ist der Aufstieg noch möglich? Nur zwei Vereine aus dem vergangenen Zweitliga-Jahrzehnt machen wirklich Hoffnung. Die Analyse:

Der 21. Spieltag ist eigentlich ganz nach dem Geschmack der Löwen. Nur Absage des eigenen Spiels bei Erzgebirge Aue trübt die Stimmung. Die SpVgg Greuther Fürth duelliert sich am Sonntag mit dem SC Paderborn, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt nehmen sich am Montagabend gegenseitig die Punkte weg. Und schwupps, schon werden die Löwen noch ein Stück näher an den Aufstiegsrängen dran sein. Vorausgesetzt natürlich, dass der TSV 1860 dann später - wann immer das sein wird - im Nachholspiel seine Erfolgsserie von fünf Siegen in den vergangenen sechs Spielen fortsetzt.

Zweimal die 2 für die Löwen: Bilder und Einzelkritik

Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Rang zwei und drei, aber die Löwen bleiben auf der Lauer. „Wenn die Spitzenteams uns den Gefallen tun sollten, noch ein paarmal zu patzen, dann greifen wir zu. Dann samma da wia a Oanser!“, verspricht Präsident Dieter Schneider. Rollen die Löwen jetzt das Feld von hinten auf? Kann das überhaupt klappen?

Wir haben die jüngere Zweitligahistorie gewälzt und nennen die größten Comebacks des vergangenen Jahrzehnts nach dem 20. Spieltag.

Saison 2010/11: Mit Hertha BSC und dem FC Augsburg blockierten die späteren Aufsteiger bereits die Plätze 1 und 2. Der VfL Bochum stand wie im Endklassement auf Platz 3, scheiterte dann aber in der Relegation.

Saison 2009/10: Auch im Jahr davor war das Tabellenbild nach 20 Spielen wie in Stein gemeißelt. Der 1. FC Kaiserslautern und der FC St. Pauli verteidigten ihre Aufstiegsplätze, der FCA folgte auf Rang 3 und patzte in der Relegation.

Saison 2008/09: Endlich ein Aufholjäger! Zwar zementierte der SC Freiburg Platz 1, doch danach kam Rekord-Nichtaufsteiger Greuther Fürth als Zweiter zum 20. Spieltag im Saison-Endspurt mal wieder unter die Räder und überließ seinen Platz dem FSV Mainz 05. Der Club schaffte den Sprung von Platz 7 auf den Relegationsplatz und holte dabei noch sieben Punkte auf. Gegen Energie Cottbus schafften die Franken in der Relegation schließlich noch den Aufstieg!

Saison 2007/08: Gladbach kristallisierte sich relativ früh als Aufsteiger heraus. Köln sprang von Platz 4 auf 2, doch die echte Überraschung war die TSG 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer standen am 20. Spieltag auf Platz 7 und damit hinter den Löwen, machten aber noch vier Punkte auf Platz 3 gut. Das reichte damals noch direkt für den Aufstieg.

Saison 2006/07: Der Karlsruher SC, Hansa Rostock und der MSV Duisburg verteidigten nach dem 20. Spieltag ihre Topplätze.

Saison 2005/06: Der VfL Bochum und Alemannia Aachen brachten ihre Aufstiegsplätze über die Saison, beim zwischenzeitlich Drittplatzierten Fürth setzte mal wieder das Nervenflattern ein. Energie Cottbus holte als lachender Dritter fünf Punkte auf.

Saison 2004/05: Der 1. FC Köln und der MSV Duisburg tauschten nach dem 20. Spieltag nur noch die Plätze, stiegen aber beide auf. Dahinter spielten die Nerven den Fürthern mal wieder einen Streich. Es profitierte Eintracht Frankfurt, das sagenhafte acht Punkte gutmachte. Dahinter landeten übrigens die Löwen auf Platz 4.

Saison 2003/04: Eine wilde Schlussphase! Rot-Weiß Oberhausen und Energie Cottbus stürzten nach dem 20. Spieltag total ab, der Club eilte an die Spitze. Am meisten Puste hatten der FSV Mainz 05 und Arminia Bielefeld, die einen beziehungsweise fünf Punkte aufholten.

Saison 2002/03: Der SC Freiburg und der 1. FC Köln tauschten nach dem 20. Spieltag nur noch die Aufstiegsplätze, Eintracht Frankfurt blieb auf Platz 3.

Saison 2001/02: Hannover eilte an der Tabellenspitze unbeirrt in die Bundesliga, Arminia Bielefeld rückte von Platz 3 auf 2. Der VfL Bochum holte noch fünf Punkte auf und verdrängte Arminia Bielefeld von Platz 3.

Fazit: Nur zwei Beispiele aus den vergangenen zehn Spielzeiten machen den Löwen wirklich Hoffnung: der 1. FC Nürnberg (Saison 2008/09) und Eintracht Frankfurt (Saison 2004/05). Weil vor den Löwen allerdings noch zwei Teams vor den Aufstiegsplätzen anstehen, müssen die Löwen vor allem an Spieltagen wie dem kommenden siegen und möglichst alle direkten Topduelle für sich entscheiden.

Tobias Kimmel

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