Bewaffnet mit böser Erinnerung

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Reiner Maurer

München - Wer Reiner Maurer mal ein bissl ärgern will, der muss ihm nur ein Wort zuflüstern: Booochum. Zornesfalten garantiert – wahrscheinlich untermalt von einem kehligen Lacher. Seine letzte positive Erinnerung an Bochum liegt lange zurück.

1:3, 2:3, 0:1, 0:1, 0:4 – so lauten die jüngsten fünf Ergebnisse der Löwen gegen den VfL aus dem Pott. Ein klassischer Angstgegner, auch wenn Maurers Ärger lediglich von den jüngsten zwei Partien kommt. Wir erinnern uns: Zum Saisonauftakt 2010 verloren die Löwen in Bochum mit 2:3, der frisch importierte Nordkoreaner Chong Tese traf zweimal. Und die Sechziger beklagten sich hinterher bitterlich über den Schiedsrichter, der ihnen zwei Elfmeter verweigert hatte.

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

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Ein Traum in weiß-blau: Fans des TSV 1860 bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena. © dpa
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Auch die Bayern Fans zeigen Flagge: Sie tauchten einen Tag später die Arena in Rot und Weiß. © ap
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Deutschland-Fans tauchen die Kurve des Wiener Ernst-Happel-Stadions beim EM-Finale 2008 in Weiß und Schwarz. © dpa
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Ein deutscher Anhänger hat sich im Schweizer Fan-Block verirrt. © dpa
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Sechzger-Fans im Grünwalder Stadion in Giesing. © sampics
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Deutsche Fans zeigen ihrem Team bei der Europameisterschaft, wo es hingehen soll: zum Finale nach Wien. © dpa
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Kroatische Fußball-Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © wikipedia kawu
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Die Anhänger von 1860 sind für ihren Einfallsreichtum bei Fan-Choreographien bekannt. © sampics
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Noch acht Spiele im alten Tivoli-Stadion. Dann ziehen die Aachener-Kicker um. © dpa
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Deutsche Fans vor der Begegnung gegen Tschechien im Herbst 2007 in der Münchner WM-Arena. © Florian Weiß
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Kämpfen und Siegen lautet die Devise der Augsburger Zuschauer. © dpa
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Gigantische Blockfahne, erstellt in Eigenregie: Die Löwen-Fans entrollen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern im April 2009 eine 50x20 m großes Transparent. © sampics
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Der FC Bayern und die Meisterschale - ein vertrautes Bild. © dpa
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"Der Betze brennt": Fans des 1.FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadion. © dpa
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Die Fans wollen einheitliche Anstoßzeiten in der Bundesliga. Und zwar samstags, um 15.30 Uhr. © dpa
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Für jeden Fan ein Fähnchen: Gleich spielen die deutschen Adlerträger. © dpa
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Löwen-Fans machen sich vor dem Derby gegen Nürnberg im Dezember 2008 für eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion stark. © sampics
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BVB-Anhänger schwören ihrer geliebten Dortmunder Borussia ewige Treue. © dpa
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Tooor - so steht es auf den Plakaten der Dynamo Dresden Fans geschrieben. © dpa
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Für immer und ewig: Bochumer Supporter im Ruhrstadion. © dpa
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Der offizielle Fan-Club der deutschen Nationalmannschaft hat ein eigenes Groß-Transparent. © dpa
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Bayern-Fans sagen: Servus Mehmet Scholl. © dpa
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Ein überdimensionales Trikot der französischen "Equipe Tricolore", ausgebreitet auf den Rängen des Stade de France in Paris-St.Denis. © dpa
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Champions League 2006/2007: Eine Choreographie soll den Spielern des FC Bayern den Weg ins Finale nach Athen weisen. © dpa
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WM 2006: Finale oh oh, Finale oh oh oh oh!!! © dpa
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Freiburger Zuschauer setzten sich für den Verbleib von Volker Finke an der Dreisam ein. Geholfen hat es nichts: Der Coach musste trotzdem gehen. © dpa
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Die Bayern-Südkurve feiert die 20. Deutsche Meisterschaft. © dpa
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Bei der WM 2002 schreien fanatische Anhänger von Südkorea ihr Team bis ins Halbfinale. © dpa
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Eine Choreographie fast ganz ohne Fans: die Tribüne in der HSH Nordbank Arena in Hamburg. © dpa
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Bayern-Fans bedanken sich bei ihrem Kaiser Franz Beckenbauer. © dpa
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Russische Anhänger bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. © dpa
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Sind bekannt für ihre stimmgewaltigen Gesänge: die Fans von Mainz 05. © dpa
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Ein Bild aus alten Tagen: Bayern-Anhänger präsentieren in der Südkurve des Olympia-Stadions ein Trikot mit der Nummer 12. © dpa
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"Nur gemeinsam sind wir stark" - Freiburger Anhänger demonstrieren Einheit. © dpa
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Russische Fans vor einem Spiel bei der Europameisterschaft in Innsbruck. Über allen thront auf der Anzeigentafel der Trainer des Teams, Guus Hiddink © dpa
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Schalker Legenden sterben nie: Die Fans lassen Ernst Kuzorra hochleben. © dpa
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1. FC Union Berlin © dpa
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St-Pauli-Fans im legendären Stadion am Millerntor in Hamburg. © dpa
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Gehören zu den treuesten Anhänger der Fußball Bundesliga: die Fans vom 1. FC Köln. © wikipedia Sebastian Ritter
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Im spanischen Block feiern begeisterte Zuschauer den Gewinn der Europameisterschaft. © dpa
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Schalke-Anhänger schwören ihrem Verein Treue bis zum Tod. © dpa
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Eintracht-Fans in der Commerzbank Arena in Frankfurt. © wikipedia Dirk Ingo Franke
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Ein aufwändige Choreographie im Karlsruher Wildparkstadion. © wikipedia firestar
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Sechs Spanierinnen, sechs Buchstaben: E-S-P-A-N-A! © dpa
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Bayern-Fans feiern 2001 auf dem Münchner Marienplatz den Sieg in der Champions League. © Kurzendörfer
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Die Fans von den Young Boys Bern sorgen in der Schweiz für mächtig Stimmung. © wikipedia amstutzmarco
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Schalke 04 - die Macht im Revier! © dpa
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Bayern-Anhänger in der Allianz Arena. © Westermann
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Die Fankurve im Bernabeu-Stadion vor dem Stadtderby Real gegen Atletico Madrid. © wikipedia elemaki
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Forca! Portugisische Fans präsentieren ihre Schals. © wikipedia Fritz Duras
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Köln-Fans im Rhein-Energie-Stadion. © wikipedia Sebastian Ritter
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Ein überdimensionales Kunstwerk: die Choreographie im Magdeburger Stadion. © wikipedia Sven Gebhard
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Bayern-Fans beim Derby gegen 1860 im Oktober 2001. © Bodmer

Damit nicht genug. Im Rückspiel in Fröttmaning bekam Bochum einen Elfer zugesprochen, der keiner war. Zudem flog Kai Bülow wegen einer Notbremse vom Platz. 1:3 ging’s schließlich aus, viele Fans werden’s vergessen oder verdrängt haben. Bei Maurer indes, dem Trainer mit dem Elefantengedächtnis, sind die schlechten Erinnerungen „noch ganz frisch“, wie er sagt. Bochum (und Schiri Daniel Siebert aus Berlin) sollten gewarnt sein. Zumal der letzte Zweitliga-Heimsieg der Löwen gegen Bochum aus der Saison 1993/94 datiert. 4:1 siegte Sechzig damals auf Giesings Höhen mit Maurer als Verteidiger. „Das war eine euphorische Stimmung im Grünwalder“, erinnert er sich. „Leider ist das schon Urzeiten her. Es wäre höchste Zeit, mal wieder einen Zweitliga-Heimsieg gegen Bochum zu landen!“

Ein sinnstiftender Dreier wäre das. „Nur so hätten wir auch weiterhin Blickkontakt nach oben“, weiß Präsident Dieter Schneider. Er sagt: „Wir hoffen alle, dass die Mannschaft mit dem jüngsten Erfolgserlebnis im Rücken jetzt nachlegt.“ Wenn’s nach Sportchef Florian Hinterberger geht, können sich die Fans (20 000 erwartet) auf großen Kampfsport freuen: „Wenn wir erfolgreich sein wollen“, sagt der Uefa-Cup-Gewinner, „dann müssen wir in jedem Spiel bis auf die Zähne bewaffnet sein!“

lk

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